Papst: „Stabilität entsteht nicht durch Waffen“
Anne Preckel - Vatikanstadt
Er verfolge die Ereignisse im Nahen Osten und im Iran „in diesen dramatischen Stunden mit tiefer Sorge“, sagte Leo XIV. nach seinem Mittagsgebet am Petersplatz. Er erinnerte:
„Stabilität und Frieden entstehen nicht durch gegenseitige Drohungen oder Waffen, die Zerstörung, Leid und Tod säen, sondern nur durch einen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog.“
Drohende Tragödie
Angesichts der „drohenden Tragödie“ appelliere er „eindringlich an die beteiligten Parteien, ihrer moralischen Verantwortung nachzukommen und die Spirale der Gewalt zu stoppen, bevor sie in einen unüberwindlichen Abgrund mündet!“, warnte der Papst. „Möge die Diplomatie ihre Rolle zurückgewinnen und das Wohl der Völker fördern, die sich nach einem friedlichen, auf Gerechtigkeit gegründeten Zusammenleben sehnen. Und lasst uns weiterhin für den Frieden beten.“
Aufruf zu Dialog im Konflikt zwischen Pakistan und Afghanistan
Auch richtete der Papst den Blick auf die „beunruhigenden“ Zusammenstöße zwischen Pakistan und Afghanistan, über die in den letzten Tagen berichtet wurde. „Ich appelliere dringend an alle, zum Dialog zurückzukehren. Lasst uns gemeinsam beten, dass in allen Konflikten der Welt Harmonie herrschen möge. Nur der Frieden, ein Geschenk Gottes, kann die Wunden zwischen den Völkern heilen."
Der Konflikt zwischen den beiden Nachbarländern hatte sich zuletzt zugespitzt. Nach einer Offensive der Taliban erklärte Pakistan einen „offenen Krieg". Bei dem Konflikt zwischen den ehemaligen Verbündeten geht es vor allem um den Vorwurf des Atomstaates Pakistans, die seit 2021 wieder in Kabul herrschenden Taliban würden Extremisten der Pakistanischen Taliban (TTP) sowie anderen Rebellen Unterschlupf bieten. Die Taliban-Führung wies dies von sich; sie beschuldigte Pakistan, Kämpfer des mit ihnen verfeindeten Islamischen Staats (IS) zu beherbergen.
Nähe zu Flutopfern in Brasilien
In Brasilien hatte es im Bundesstaat Minas Gerais nach heftigen Regenfällen schwere Überschwemmungen und zahlreiche Erdrutsche gegeben, die mehrere Städte schwer trafen. Der Papst bekundete seine Nähe zu den Opfern: „Ich bete für die Opfer, für die Familien, die ihr Zuhause verloren haben, und für alle, die sich an den Hilfsmaßnahmen beteiligen.“ Die Behörden hatten zahlreiche Tote vermeldet.
Ausblick auf Kamerun-Reise im April
Bei seinen Grüßen an die Römer und Pilger aus verschiedenen Ländern erwähnte der Papst besonders eine Gruppe aus Kamerun, die vom Präsidenten der dortigen Bischofskonferenz begleitet wurde. Leo XIV. wird das afrikanische Land im Rahmen einer Mehrländerreise nach Afrika im April besuchen. Darauf freue es sich, so der Papst, der allen Zuhörenden einen schönen Sonntag wünschte.
(vatican news – pr)
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