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Geflüchtete Frauen und ihre Kinder in Burkina Faso Geflüchtete Frauen und ihre Kinder in Burkina Faso  ("Aiuto alla Chiesa che Soffre (ACN)")

Burkina Faso: Angst vor Anschlägen an Weihnachten

In Burkina Faso verstärkt die Kirche ihre Sicherheitsvorkehrungen für Weihnachten. Christmetten werden vor der Dunkelheit gefeiert, um die Sicherheit der Gläubigen zu gewährleisten.

Angesichts der Bedrohung durch dschihadistische Gruppen verstärken die Bischöfe in Burkina Faso ihre Sicherheitsmaßnahmen. Die Diözesen im Norden des Landes, Kaya und Ouahigouya, gehören zu den am stärksten betroffenen Gebieten, in denen häufig Anschläge verübt werden. Die Lage hat sich war in den letzten Monaten etwas verbessert, allerdings warnen die Bischöfe weiterhin davor, dass die Situation wieder jederzeit eskalieren könnte.

Wegen der Bedrohung feiern die Gemeinden seit zehn Jahren die Christmetten bereits vor Einbruch der Dunkelheit, damit nächtliche Fahrten vermieden werden können. Bischof Theophile Nare berichtete, dass die Armee, lokale Sicherheitskräfte, Pfadfinder und Gläubige gemeinsam an der Absicherung der Gottesdienste arbeiten. In der Vergangenheit habe sich diese Zusammenarbeit als erfolgreich erwiesen.

Lage in Burkina Faso

Die Bischöfe kritisieren weiterhin, dass die internationale Gemeinschaft die Lage in Burkina Faso zu wenig beachtet. Große Teile des Landes stehen unter der Kontrolle von Terroristen und viele Dörfer sind verlassen, da die Bevölkerung vor Angriffen fliehen musste. Es haben insgesamt bis zu 20.000 Menschen ihr Leben verloren und etwa zwei Millionen Menschen befinden sich auf der Flucht.

Die Organisation Kirche in Not unterstützt unter anderem die Flüchtlingsarbeit der lokalen Kirchen. Bischof Nare erklärte, dass es vor allem ums Überleben gehe: „Wir versuchen, die Grundbedürfnisse zu decken: Lebensmittel, Unterkunft, medizinische Versorgung.“ Besonders dramatisch sei die Lage in den Flüchtlingslagern, da viele Menschen unter freiem Himmel leben müssen. Auch die psychologische und medizinische Betreuung von traumatisierten und verletzten Menschen sei ein wichtiger Schwerpunkt.

(kap - bl)

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22. Dezember 2025, 13:56