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Ein sudanesischer Schüler, der seine Heimat verlassen musste, blickt am 26. April 2026 aus einem Zelt einer Grundschule, die von der Sudanese Coalition for Education in Zusammenarbeit mit dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) südlich von Port Sudan betrieben wird (Agenturbild, April 2026) Ein sudanesischer Schüler, der seine Heimat verlassen musste, blickt am 26. April 2026 aus einem Zelt einer Grundschule, die von der Sudanese Coalition for Education in Zusammenarbeit mit dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) südlich von Port Sudan betrieben wird (Agenturbild, April 2026)  (AFP or licensors)

Papst fordert Waffenstillstand im Sudan und Ende von Kriegen

Papst Leo XIV. hat eindringlich zu einem „sofortigen Waffenstillstand" im Sudan aufgerufen. Das katholische Kirchenoberhaupt erinnerte nach seinem sonntäglichen Mittagsgebet im Vatikan auch an den Krieg zwischen Russland und der Ukraine und betonte einmal mehr: „Krieg bringt nur Krieg hervor und verursacht unermessliches Leid. Es ist an der Zeit, die Spirale der Gewalt zu durchbrechen und Raum zu schaffen für Diplomatie und Dialog, damit der Weg zum Frieden geebnet werden kann."

 

Stefanie Stahlhofen - Vatikanstadt

Im Sudan hat ein Krieg zwischen der Armee und den paramilitärischen „Rapid Support Forces“ Zehntausende Menschen das Leben gekostet und eine der weltweit größten humanitären Krisen ausgelöst. Die Vereinten Nationen warnten schon vor einem Monat davor, dass El-Obeid im Süden Sudans im Bundesstaat Nord Kordofan, zur nächsten humanitären Katastrophe im Sudan werden könnte. Die Einwohner berichten von schwerwiegenden Engpässen bei Lebensmitteln, Wasser und medizinischen Hilfsgütern nach monatelanger Belagerung, während Drohnenangriffe und Berichte über sexuelle Gewalt die Ängste noch verstärkt haben. Papst Leo XIV. äußerte sich nach seinem iIttagesgebet diesen Sonntag zur Lage im Sudan auf Englisch mit den Worten:

„Mit Sorge verfolge ich weiter die tragische Situation im Sudan, vor allem in der Stadt El Obeid. In geistlicher Verbundenheit mit allen Menschen dieses Landes erneuere ich meinen Appell an die Verantwortlichen, humanitäre Korridore für die Zivilbevölkerung zu öffnen. Gleichzeitig rufe ich die internationale Gemeinschaft nachdrücklich dazu auf, die Bemühungen um einen sofortigen Waffenstillstand zu unterstützen. Beten wir darum, dass der Herr den Leidenden beisteht, die Herzen derer bekehrt, die Gewalt säen, und den so lange ersehnten Frieden schenkt."

„Mit Sorge verfolge ich weiter die tragische Situation im Sudan, vor allem in der Stadt El Obeid. In geistlicher Verbundenheit mit allen Menschen dieses Landes erneuere ich meinen Appell an die Verantwortlichen, humanitäre Korridore für die Zivilbevölkerung zu öffnen.“

Hier zum Nachhören

El-Obeid, wo rund eine halbe Million Menschen leben, steht angesichts der anhaltenden Kämpfe unter enormem Druck. Angesichts von mehr als 14 Millionen Vertriebenen im gesamten Sudan und Millionen von Menschen, die Hunger leiden, sagte die UNO schon vor ziemlich genau einem Monat, noch sei Zeit, eine weitere Massengräueltat zu verhindern, doch das Zeitfenster schließe sich langsam. Papst Leo XIV. hat nun diesen Sonntag mit seinem Appell für den Sudan noch einmal eindringlich alle zum Handeln aufgerufen. 

„Gleichzeitig rufe ich die internationale Gemeinschaft nachdrücklich dazu auf, die Bemühungen um einen sofortigen Waffenstillstand zu unterstützen. Beten wir darum, dass der Herr den Leidenden beisteht, die Herzen derer bekehrt, die Gewalt säen, und den so lange ersehnten Frieden schenkt.“

Papst fordert Ende des Kriegs zwischen Russland und der Ukraine

Das katholische Kirchenoberhaupt bekräftigte zudem - auf Italienisch - seinen Ruf nach einem Ende des Kriegs zwischen Russland und der Ukraine einmal mehr: 

„Auch aus der Ukraine und aus Russland erreichen uns weiter schmerzliche Nachrichten über unschuldige Menschen, die getötet oder verletzt wurden. Tragische Ereignisse reihen sich aneinander, ja sie häufen sich sogar und fordern immer mehr zivile Opfer, darunter auch Kinder. (...) Angesichts dieses großen Leids erneuere ich meinen eindringlichen Appell, das Völkerrecht zu achten und auf beiden Seiten Angriffe einzustellen, bei denen zivile Ziele getroffen werden."

„Angesichts dieses großen Leids erneuere ich meinen eindringlichen Appell, das Völkerrecht zu achten und auf beiden Seiten Angriffe einzustellen, bei denen zivile Ziele getroffen werden“

Ruf nach diplomatischer Lösung

Der Papst versicherte allen Opfern des Kriegs, ihren Familien, den Verletzten und allen Menschen, die unter dem andauernden Konflikt leiden, seine Nähe und sein Mitgefühl. Und er betonte noch einmal dass Krieg niemals eine Lösung sei:

„Krieg bringt nur Krieg hervor und verursacht unermessliches Leid. Es ist an der Zeit, die Spirale der Gewalt zu durchbrechen und Raum zu schaffen für Diplomatie und Dialog, damit der Weg zum Frieden geebnet werden kann."

(vatican news/pm uno - sst) 

 

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09. August 2026, 12:19

Das Angelus ist ein Gebet, dass in Erinnerung an das ewige Geheimnis der Menschwerdung drei Mal am Tag gebetet wird: 6 Uhr morgens, am Mittag und am Abend gegen 18 Uhr, jeweils wenn die Glocken zum Angelusgebet rufen.
Der Name ‚Angelus‘ stammt aus dem ersten Vers der lateinischen Version des Gebets - Angelus Domini nuntiavit Mariae. Es besteht aus der Lesung von drei schlichten Texten, bei denen es um die Menschwerdung Jesu Christi geht, gefolgt jeweils von einem Ave Maria.
Dieses Gebet wird vom Papst auf dem Petersplatz sonntags mittags und an Hochfesten gebetet. Direkt vor dem Gebet legt der Papst kurz die Lesungen des Tages aus. Nach dem Gebet folgen Grüße an die Pilger.
Von Ostern bis Pfingsten wird an Stelle des Angelusgebets das Regina Coeli gebetet, das an die Auferstehung Jesu Christi erinnert. Zum Abschluss dieses Gebets wird das „Ehre sei dem Vater“ drei Mal gesprochen.

Gebet des Angelus / Regina Caeli mit Papst

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