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Papst an Vatikan-Angestellte: „Versucht euer Bestes zu geben“

In einer herzlichen Begegnung hat Papst Leo XIV. an diesem Montagvormittag in der Audienzhalle die Mitarbeiter des Vatikans und deren Familien empfangen. In seiner Ansprache würdigte er den Dienst jedes Einzelnen und zog einen Vergleich zwischen den modernen Berufen im Vatikan und den klassischen Figuren der Weihnachtskrippe.

Mario Galgano - Vatikanstadt

Es war ein Moment der familiären Nähe, als Papst Leo XIV. an diesem Montag kurz vor Mittag die Audienzhalle betrat. Zum ersten Mal seit seinem Amtsantritt traf er die große Gemeinschaft der vatikanischen Angestellten – vom Reinigungspersonal bis zu den Verwaltungsbeamten – gemeinsam mit ihren Ehepartnern, Kindern und Verwandten.

Ein Mosaik aus Diensten

Der Papst nutzte er die Gelegenheit für ein persönliches Dankeschön: „Ich lerne den Vatikan gerade als ein großes Mosaik von Büros und Diensten kennen“, erklärte das Kirchenoberhaupt. Er kündigte an, in Zukunft die verschiedenen Arbeitsumgebungen auch persönlich besuchen zu wollen, um die Menschen an ihren Arbeitsplätzen kennenzulernen.

  (ANSA)
Papst Leo trifft Angestellte - Radio Vatikan berichtet

Die Krippe als Spiegel des Alltags

Im Mittelpunkt seiner Betrachtung stand die Krippenszene aus Costa Rica, die in der Halle aufgestellt worden war. Der Papst verwies auf die vielen volkstümlichen Figuren – den Schmied, die Wäscherin, den Gastwirt –, die traditionell um die Grotte von Bethlehem gruppiert werden.

„Sie erinnern uns daran, dass alle unsere Tätigkeiten, unsere täglichen Beschäftigungen, ihren vollen Sinn im Plan Gottes finden“, so der Papst. Auch wenn viele dieser Berufe heute verschwunden oder transformiert seien, bleibe die Botschaft gleich: Das Jesuskind segne von der Krippe aus „alles und jeden“.

  (ANSA)

Arbeit als Lobpreis

Leo XIV. fand tröstende Worte für jene Momente, in denen die Arbeit schwerfällt oder der religiöse Bezug im Stress verloren geht. Man müsse nicht ständig an Gott denken, um ihm zu dienen: „Die Tatsache selbst, dass man mit Hingabe arbeitet, versucht sein Bestes zu geben und – für euch Laien – mit Liebe zu eurer Familie und euren Kindern arbeitet, das gibt dem Herrn die Ehre.“

Besonders hob er hervor, dass Gott sich „der Niedrigkeit des Menschen nicht schämt“ und mitten in den Alltag hineingehe. Zum Abschluss bat er die Angestellten, seine Grüße mit nach Hause zu nehmen: „Sagt besonders den alten oder kranken Menschen, dass der Papst für sie betet.“ Mit dem Wunsch nach Einfachheit und Demut für den Stil der gesamten Kirche entließ der Papst die Mitarbeiter in die Weihnachtsfeiertage.

(vatican news)

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22. Dezember 2025, 11:43

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