Schewtschuk betont die Rolle der Kirche inmitten neuer Luftangriffe
Mario Galgano - Vatikanstadt
Insgesamt seien 45 Marschflugkörper, 23 ballistische Raketen und 351 Drohnen registriert worden. Schewtschuk thematisierte eine Orientierungslosigkeit der Bevölkerung, die durch die Realität des Krieges spezifische Ausprägungen erfahre. In solchen Phasen sehe die Kirche ihre Aufgabe darin, Orientierung zu vermitteln. „In Zeiten dieser Orientierungslosigkeit verkündet unsere Kirche die Wahrheit, dass wir den Herrn Gott haben, der uns ruft, sich an uns wendet und uns einlädt“, erklärte der Großerzbischof und fügte an:
„Wir sprechen den Familien aller Verstorbenen unser tiefes Beileid aus. Wir widmen den Verletzten unsere ganze Aufmerksamkeit und beten für die ewige Ruhe der unschuldig Getöteten: Frauen, alte Menschen, Kinder, all jener, die von uns gegangen sind, die in dieser Nacht entführt, aus ihren Familien, aus der Familie unserer Kirche und unseres Volkes gerissen wurden.“
Unterstützung der jüngeren Generation
Das Hauptaugenmerk der kirchlichen Arbeit, die auch Gegenstand der Synode der ukrianisch griechisch-katholischen Bischöfe war, liegt laut Schewtschuk auf der Unterstützung der jüngeren Generation bei der Gestaltung des Lebensweges. Es sei die Pflicht der Institution, jungen Frauen und Männern helfend zur Seite zu stehen, um eine persönliche Berufung zu identifizieren. Dies betreffe die allgemeine Lebensaufgabe innerhalb des eigenen Volkes ebenso wie die Entscheidung für den priesterlichen Dienst oder ein Ordensleben. „Unsere Kirche möchte dienen, möchte zur Seite stehen“, betonte Schewtschuk mit Blick auf die seelsorgerische Begleitung in der Krisensituation.
Aktuelle Lage
Die Luftabwehr konnte laut offiziellen Berichten 37 Marschflugkörper und 326 Drohnen abwehren, während die ballistischen Raketen die Verteidigungslinien passierten. In der Hauptstadt Kyiv und den umliegenden Vororten führten die Einschläge zu Schäden an mehreren Gebäuden. Nach Behördenangaben starben mindestens sieben Menschen, zahlreiche Personen wurden verletzt. Die Bevölkerung suchte unter anderem in den U-Bahn-Stationen der Hauptstadt Schutz. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte bereits im Vorfeld vor Luftangriffen gewarnt, die im zeitlichen Zusammenhang mit dem internationalen Gipfeltreffen stehen könnten.
(vatican news)
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