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Großerzbischof Swjatoslaw Schewtschuk Großerzbischof Swjatoslaw Schewtschuk 

Schewtschuk: Die Ukrainer beten mit dem Papst für den Frieden

Das Oberhaupt der ukrainischen griechisch-katholischen Kirche, Großerzbischof Swjatoslaw Schewtschuk, hat die Bedeutung des gemeinsamen Gebets für ein Ende der Kampfhandlungen hervorgehoben. In einem Gespräch mit den vatikanischen Medien erklärte Schewtschuk, dass sich die Gläubigen in der Ukraine der Friedenswache anschließen werden, die Papst Leo XIV. an diesem Samstagabend im Petersdom leitet.

Svitlana Dukhovych und Mario Galgano - Vatikanstadt

Für die Ukraine ist es das fünfte Osterfest seit Beginn der großflächigen Invasion. Schewtschuk beschreibt die liturgische Zeit der Karwoche als einen Moment, in dem die Bevölkerung ihren eigenen Leidensweg in der Passion Christi wiedererkennt. Im Interview mit den Vatikanmedien sagt er:

„Diese Momente des Leidens Christi finden eine besondere Resonanz in den Herzen der Ukrainer, denn wir wissen, dass wir denselben Kreuzweg gemeinsam mit unserem Herrn Jesus Christus gehen.“

Zum Nachhören - was Großerzbischof Swjatoslaw Schewtschuk sagte

Der Erzbischof zog Vergleiche zwischen dem Schweigen der Gefangenen vor ihren Peinigern und dem Schweigen Jesu vor dem Hohen Rat (Sanhedrin). Besonders hob er die Situation der deportierten und später zurückgekehrten Kinder hervor. Deren Verletzlichkeit offenbare im Kontext des Krieges die „Kraft des Herrn“, die inmitten des Volkes präsent sei.

Unterstützung für die päpstliche Initiative

Die für diesen Samstag, 11. April, um 18:00 Uhr anberaumte Gebetswache in Rom werde in der Ukraine mit Aufmerksamkeit verfolgt. Laut Schewtschuk entspringt die Teilnahme der Ukrainer einem inneren Bedürfnis:

„Es ist ein Gebet, das uns nicht auferlegt wird, sondern aus unserem Herzen kommt. Wir hoffen, dass so wie Christus auferstanden und stärker als der Tod war, auch der Friede Christi den Krieg in der heutigen Welt besiegen wird.“

Er dankte dem Pontifex dafür, das menschliche Gewissen durch solche Initiativen wachzurütteln.

Botschaften der Hoffnung und eine Briefmarke

Zum Ende des Interviews richtete das Oberhaupt der mit Rom unierten Kirche einen Appell an die Weltgemeinschaft. Ziel müsse es sein, dass Kinder zurückkehren, Soldaten unversehrt zu ihren Familien gelangen und Kriegsgefangene befreit werden.

Ein besonderes Symbol dieser Hoffnung stellt eine neue Briefmarke der ukrainischen Post dar, die am Gründonnerstag (9. April) vorgestellt wurde. Sie ist Papst Leo XIV. gewidmet und trägt das Zitat: „Der Krieg wird nicht die Oberhand gewinnen. Die Kinder haben ein Recht auf einen authentischen, gerechten und dauerhaften Frieden.“

Schewtschuk schloss mit der Schilderung eines Jungen aus Mariupol, der durch die Vermittlung des Heiligen Stuhls aus russischer Gefangenschaft befreit wurde. Die Aussage des Kindes, man wünsche nicht den Tod des Feindes, sondern lediglich, dass kein anderes Kind auf der Welt das gleiche Leid erfahren müsse, bezeichnete der Großerzbischof als die „stärkste Botschaft des Friedens“.

(vatican news)

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11. April 2026, 11:57