Hitzeflucht in Rom: Märtyrer, Fresken und ein Stück Köln
Sabrina Czarnetzki - Vatikanstadt
Sie merken bereits an seinen Worten, Santo Stefano Rotondo al Celio ist exzellent dazu geeignet der Hitze der ewigen Stadt zu entrinnen. Und auch Abenteuerlustige mit einem gewissen Hang zum Makabren kommen in der Basilika auf ihre Kosten.
Folter, Tod und Verstümmelung
Nicht als Mausoleum, sondern im fünften Jahrhundert ausdrücklich als Kirche errichtet, gehört Santo Stefano Rotondo zu den ältesten Rundkirchen der Welt. Das Zentrum bildet ein lichtdurchfluteter Kranz aus 22 Granitsäulen mit dem Altar in der Mitte.
Seit 1580 gehört der Sakralbau zum Päpstlichen Kollegium Germanicum et Hungaricum de Urbe“. Im Zuge von Restaurierungsarbeiten wurde der Maler Pomarancio mit der Ausgestaltung des äußeren Säulenkranzes beauftragt. Wir befinden uns mitten in der Zeit der Religionskriege: Die Darstellungen zeigen das Leiden und Sterben frühchristlicher Märtyrer. Seitdem ziert die kreisrunde Außenwand ein Zyklus von 34 Fresken – voller Folter, Tod und Verstümmelung.
Papst Gregor der Große
In der Eingangshalle, links vom Eingang, befindet sich ein Marmorsessel, der vermutlich aus dem ersten oder zweiten Jahrhundert stammt. Der Überlieferung nach soll Papst Greogor der Große Ende des sechsten Jahrhunderts auf dieser Cathedra einige Predigten gehalten haben.
Ein Stück Kölner Dom in Rom
Übrigens: Unter den 34 Fresken gibt es auch eine Kölner Spur: das Martyrium der heiligen Ursula. Schauen Sie einmal genauer hin, wenn Sie es gefunden haben. Können Sie den damals noch unvollendeten Kölner Dom erkennen?
(vatican news)
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