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Die katholische Pfarrei in Gaza Die katholische Pfarrei in Gaza 

Ein Jahr nach Angriff auf Pfarrei in Gaza: Gedenken und anhaltende Krise

Ein Jahr nach dem Militärschlag gegen die katholische Pfarrei der Heiligen Familie in Gaza-Stadt erinnert Pfarrer Gabriel Romanelli im Gespräch mit Radio Vatikan an die Folgen des Ereignisses. Am 17. Juli 2025 wurden bei dem Angriff drei Personen getötet.

Beatrice Guarrera und Mario Galgano - Vatikanstadt

Pater Romanelli erinnerte an die Worte des Angelus-Gebets vom 20. Juli 2025, bei dem Papst Leo XIV. seinerzeit die Namen der Opfer nannte und die Einhaltung des humanitären Völkerrechts forderte. Für den kommenden Sonntag kündigte der Pfarrer einen Gedenkgottesdienst für die Verstorbenen, die Verletzten und deren Angehörige an.

Bei dem Angriff im vergangenen Jahr starben der 60-jährige Pförtner der Gemeinde sowie zwei Frauen, darunter eine Bewohnerin in einem Zelt der Caritas. Der Pfarrer selbst erlitt leichte Verletzungen. Gegenwärtig bleibt die Lage im Gazastreifen von anhaltenden militärischen Operationen geprägt; Berichten zufolge führten Drohnen- und Artillerieangriffe im Bereich von Khan Younis und Gaza-Stadt erneut zu Todesopfern. Zudem belasten sommerliche Temperaturen die Lebensbedingungen der rund eine Million Binnenflüchtlinge, die in provisorischen Unterkünften leben. Internationale Wiederaufbaupläne verzögern sich laut Medienberichten.

Beschädigte Gebäude im Flüchtlingslager Bureij im zentralen Gazastreifen
Beschädigte Gebäude im Flüchtlingslager Bureij im zentralen Gazastreifen   (AFP or licensors)

Die Infrastruktur der Region hat erhebliche Schäden erlitten. Nach Angaben von Romanelli sind Verkehrswege durch Trümmer blockiert und Treibstoffpreise stark angestiegen, was die Fortbewegung erschwert. Um Kindern den Besuch der Aktivitäten des Oratoriums zu ermöglichen, finanziert die Gemeinde Transporte.

William Shomali, Generalvikar und patriarchaler Vikar für Jerusalem und Palästina, bezifferte den Zerstörungsgrad der Infrastruktur, einschließlich der Wasser- und Stromnetze, auf etwa 80 Prozent. Dennoch gibt es punktuelle Veränderungen bei der Lebensmittelversorgung durch Importe. Für September plant das Lateinische Patriarchat von Jerusalem die Wiedereröffnung der pfarrlichen Schule, um rund tausend Kindern den Zugang zu Bildung zu ermöglichen.

(vatican news)

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18. Juli 2026, 10:17