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Binnenvertriebene im Südsudan Binnenvertriebene im Südsudan  (AFP or licensors)

Mindestens 19 Tote bei neuer Gewaltwelle im Südsudan

Mindestens 19 Menschen sind bei einer neuen Welle interkommunaler Gewalt durch Zusammenstöße zwischen bewaffneten Jugendlichen im Bundesstaat Lakes im Zentrum des Südsudans ums Leben gekommen. Das teilten lokale Behörden am Sonntag gegenüber der Agentur EFE mit.

 

Die Auseinandersetzungen begannen am Freitag zwischen bewaffneten Jugendlichen der Pakam-Gemeinde im Bezirk West-Rumbek und der benachbarten Gemeinde Gok im Bezirk Cueibet, eskalierten jedoch am Sonntagmorgen. Der Informationsminister des Bundesstaates Lakes, Kual Mading, erklärte gegenüber EFE, dass die jüngste Welle der Gewalt acht weitere Todesopfer gefordert habe, wodurch sich die Gesamtzahl der Todesopfer von elf, die nach den Zusammenstößen am Freitag registriert worden waren, auf 19 erhöhte.

„Die Lage spitzte sich heute Morgen – am Sonntag – zu, als bewaffnete Jugendliche aus Pakam ein Viehcamp der Gemeinde Gok angriffen. Dies löste eine neue Runde von Zusammenstößen aus, die zu acht weiteren Todesopfern führte“, erklärte Mading.

Er versicherte, dass die Landesregierung „die Lage genau verfolgt und Sicherheitskräfte entsandt hat, um die Ruhe wiederherzustellen und die Zivilbevölkerung zu schützen“. Gleichzeitig rief er alle Gemeinschaften dazu auf, von Racheakten abzusehen.

Spannungen eskaliert

Erste Ermittlungen deuteten darauf hin, dass der Konflikt durch Viehdiebstahl und die Misshandlung eines älteren Einwohners ausgelöst worden seien – Vorfälle, die die Spannungen zwischen den beiden Gemeinschaften verschärften und letztendlich zu der tödlichen Auseinandersetzung führten.

Der Minister äußerte sich besorgt darüber, dass die wiederkehrenden Streitigkeiten im Zusammenhang mit Vieh die Friedensbemühungen im Bundesstaat Lakes weiterhin untergrüben.

Die staatlichen Behörden gaben an, dass derzeit Anstrengungen unternommen werden, um die Opferzahlen zu überprüfen und die Auswirkungen zu bewerten, während lokale Führungskräfte versuchen, eine Ausweitung des Konflikts auf benachbarte Gebiete zu verhindern.

Kämpfe und Stammeskonflikte sind im Südsudan aufgrund der Präsenz bewaffneter Gruppen sowie der Unfähigkeit der Regierung, die Stämme zu entwaffnen, die sich wegen Weideflächen, der Kontrolle über Ackerland für ihr Vieh oder aus Rache bekämpfen, an der Tagesordnung.

Prekäre humanitäre Situation

Hinzu kommt die anhaltende Unsicherheit in verschiedenen Teilen des Landes, wo die fragilen Friedensabkommen, die 2018 den südsudanesischen Bürgerkrieg beendeten, wiederholt durch politische Gewaltausbrüche auf die Probe gestellt wurden. Insgesamt ist die humanitäre Situation im Südsudan weiter besorgniserregend: Bewaffnete Konflikte, Gewalt zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen, wirtschaftliche Instabilität, die Auswirkungen des Krieges im Sudan und klimabedingte Krisen sind Ursache dafür, dass derzeit 10 Millionen Menschen, also etwa zwei Drittel der Bevölkerung, humanitäre Hilfe benötigen. 

(efe/vatican news - cs)

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31. Mai 2026, 14:00