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Kirche in Afrika Kirche in Afrika  (AFP or licensors)

Namibia: Bischof setzt auf mehr Verantwortung der Gläubigen

Der künftige Apostolische Vikar von Rundu in Namibia, Linus Ngenomesho, hat zu mehr gemeinsamer Verantwortung in der Kirche aufgerufen. Die katholische Kirche in der früheren deutschen Kolonie in Südwestafrika müsse lernen, stärker aus eigener Kraft zu leben und sich weniger auf ausländische Missionare zu stützen, sagte der designierte Bischof dem afrikanischen katholischen Nachrichtendienst ACI Africa.

„Die erste Herausforderung besteht darin, dass wir uns von einer Mission zu einer lokalen Gemeinschaft entwickeln“, so Ngenomesho. „Wir müssen immer noch diese Abhängigkeit verlernen, um in Bezug auf die Vertiefung unseres Glaubens und unseres Verständnisses der Kirche unabhängig zu werden. Letztendlich müssen wir begreifen, dass wir die Kirche sind und daher Verantwortung tragen in jeder Phase des kirchlichen Lebens“, betonte Ngenomesho.

Mehr Zusammenarbeit von Priestern und Laien

Zugleich warb der künftige Bischof für mehr Zusammenarbeit von Priestern und Laien. Er wolle „keine Ein-Mann-Show“, sondern Teamarbeit, bei der alle ihre Fähigkeiten einbringen. Die Kirche in Rundu sei jung und wachse weiter, besonders viele junge Menschen engagierten sich aktiv.

Die Region im Norden Namibias gilt als strukturschwach. Viele Gemeinden liegen in ländlichen Gebieten und sind nur schwer erreichbar. Trotzdem seien die Menschen großzügig und engagiert, auch wenn viele materiell arm seien, erklärte Ngenomesho.

Der 56-Jährige wird am 18. Juli zum Bischof geweiht. Seit 2020 leitet er das Apostolische Vikariat Rundu bereits als Administrator. Nach vatikanischen Zahlen leben im Vikariat rund 122.000 Katholiken, das entspricht gut einem Drittel der Bevölkerung.

(aciafrica – gs)

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21. Mai 2026, 12:53