Einträchtig nebeneinander: Vatikan- und Kamerun-Flagge Einträchtig nebeneinander: Vatikan- und Kamerun-Flagge  (AFP or licensors)

Kamerun: Separatisten sichern Waffenruhe zum Papstbesuch zu

Vor dem Besuch von Papst Leo XIV. in Kamerun haben separatistische Gruppen in den englischsprachigen Regionen des Landes eine dreitägige Waffenruhe angekündigt. Ziel sei es, während der Reise des Papstes eine sichere Passage für Zivilisten, Pilger und offizielle Delegationen zu gewährleisten.

Wie ein Sprecher der separatistischen Allianz „Ambazonia Governing Council" an diesem Montag laut aciafrica mitteilte, solle vom 15. bis 17. April ein „sicherer Reisekorridor“ gelten. In dieser Zeit seien die Kämpfer angewiesen, „alle notwendigen Maßnahmen“ zu ergreifen, um eine freie und sichere Bewegung der Bevölkerung sowie des Papstes und seines Gefolges zu ermöglichen. Leo XIV. trifft an diesem Mittwoch in Kamerun ein.

Friedensgebet mit dem Papst in Konfliktregion

Im Fokus der lokalen Auseinandersetzungen steht die Stadt Bamenda im Nordwesten Kameruns, die als eines der Zentren des seit Jahren andauernden Konflikts gilt. Dort ist unter anderem ein Friedensgebet mit dem Papst geplant.

Der Konflikt in den anglophonen Regionen Kameruns dauert seit 2017 an. Separatistische Gruppen kämpfen dort gegen die Zentralregierung für die Unabhängigkeit eines eigenen Staates. Die Gewalt betrifft weite Teile der Bevölkerung, zahlreiche Menschen wurden vertrieben, und ganze Regionen leiden unter wirtschaftlichen und sozialen Verwerfungen.

Kirchliche Verantwortliche vor Ort rufen im Vorfeld des Papstbesuchs zur breiten Teilnahme an den geplanten Veranstaltungen auf. Die Reise des katholischen Kirchenoberhauptes nach Kamerun, insbesondere in den Norden, gilt in dem von Gewalt geprägten Land als Großereignis mit sowohl religiöser als auch politischer Bedeutung. 

(aciafrica – gs)

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15. April 2026, 10:36