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KI-Konferenz in Rom: KI-Ergebnisse kritisch hinterfragen

Künstliche Intelligenz kann eine „Unterstützung“ menschlicher Aktivitäten sein, ihre Ergebnisse müssen aber stets kritisch überprüft werden. Das wurde am Montag bei einem Seminar in Rom hervorgehoben, das unter Vatikanbeteiligung organisiert wurde.

Corrado Giustozzi, Professor an der Campus Bio-Medico Universität, konzentrierte sich in seinem Vortrag auf technische Grenzen von Algorithmen und das Risiko von Verzerrungen. Es handele sich um „Entscheidungsstrategien, die im Kopf ihres Schöpfers verankert“ seien, erinnerte der Experte. Er verwies auch auf die Umweltbelastung durch KI. So gebe es in Virginia etwa Rechenzentren, die über 30 Prozent der Energie der Stadt verbrauchten. KI müsse stets eine „Unterstützung“ menschlicher Aktivitäten sein, hob er hervor, ihre Ergebnisse müssten einer ständigen kritischen Überprüfung unterzogen werden.

KI verändert Realität

Der Franziskaner Paolo Benanti erläuterte bei der Konferenz, dass Künstliche Intelligenz eine „Universaltechnologie“ sei – vergleichbar mit Elektrizität –, die die Natur von Objekten und Entscheidungsprozessen verändern könne: „Deshalb ist sie ein so wichtiges Thema: Durch KI haben wir die Natur der Objekte verändert, die die Realität erschaffen.“ Wenn ein technologisches Artefakt einen sozialen Kontext beeinflusse, fungiere es „als Machtinstrument und als Form der Ordnung“, führte er dazu weiter aus. Ein zentraler Punkt sei das Konzept der „Reibung“: KI zu nutzen bedeute, auf Reibung zu verzichten, so Benanti. Auf Reibung zu verzichten bedeute aber, „einen Teil der eigenen Macht aufzugeben“.

Benanti ist Professor an der Päpstlichen Universität Gregoriana und einziges italienisches Mitglied des UN-Ausschusses für Künstliche Intelligenz. Beide Experten äußerten sich am Montag bei der Konferenz „Potenzial und Herausforderungen der Künstlichen Intelligenz“, die vom vatikanischen Wirtschaftssekretariat und dem Arbeitsamt des Apostolischen Stuhls veranstaltet wurde.

(sir – pr)
 

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03. März 2026, 13:39