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In einem nigerianischen Dorf In einem nigerianischen Dorf  (AFP or licensors)

Nigeria: Bischöfe drängen auf besseren Schutz der Bevölkerung

Mit Blick auf die Gewalt und Unsicherheit im Land drängen die nigerianischen Bischöfe auf mehr Schutz für die Bevölkerung.

„Wir unterstützen die Maßnahmen von Präsident Bola Ahmed Tinubu zur Bewältigung der Sicherheitskrise, aber es muss noch mehr getan werden“, erklärten die nigerianischen Bischöfe zum Ende ihrer Plenarversammlung am Donnerstag in Abuja. Es müsse mehr Sicherheitspersonal zum Schutz der Bevölkerung eingesetzt werden und ein nationaler Sicherheitsnotstand ausgerufen werden, gibt Fides Inhalte einer Erklärung der Bischöfe wieder.

Anhaltende Massenmorde

Die Bischöfe erinnern an die anhaltenden „Massenmorde in verschiedenen Gemeinden, insbesondere in den Dörfern Woro und Nuku im Bundesstaat Kwara, wo über 200 Menschen, Christen wie Muslime, von Dutzenden islamistischer Dschihadisten brutal ermordet wurden, weil sie sich weigerten, zum fundamentalistischen Islam zu konvertieren.“ Insbesondere in Nord- und Zentralnigeria sei es zu Angriffen und Massenmorden an zahlreichen Studenten, Schülern und Gläubigen gekommen, Bauern könnten nicht mehr arbeiten, viele Menschen seien geflohen.

Zügige Strafverfolgung nötig

Neben der Verbesserung der Geheimdienststrukturen und der technischen Ausrüstung der Sicherheitskräfte fordern die Bischöfe ein zügiges Vorgehen, um die Täter und ihre Komplizen vor Gericht zu bringen. „Die Regierung macht sich mitschuldig, wenn es zu Verzögerungen bei der Strafverfolgung verhafteter Terroristen kommt oder wenn sogenannte Reumütige, die mit Boko Haram und anderen Kriminellen in Verbindung stehen, begnadigt und wieder in die Sicherheitskräfte aufgenommen werden.“

Mit Blick auf „externe Hilfe“ äußern sich die Bischöfe besorgt. „Obwohl externe Hilfe lobenswert und willkommen ist, liegen die Sicherheit und das Schicksal unserer Nation in unseren Händen, und wir haben die Mittel, sie mit Gottes Hilfe zu erreichen“, erklären sie, ohne die Trump-Administration explizit zu nennen. Die USA haben etwa 200 „Militärberater“ zur Bekämpfung dschihadistischer Gruppen nach Nigeria entsandt.

(fides – pr)

 

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27. Februar 2026, 14:24