Gewalt ist in Bangui an der Tagesordnung Gewalt ist in Bangui an der Tagesordnung  (AFP or licensors)

Zentralafrikanische Republik am meisten vergessene Krise der Welt

In der Zentralafrikanischen Republik spielt sich die am wenigsten beachtete humanitäre Krise der Welt ab. Darauf macht die Hilfsorganisation Care aufmerksam.

Wie die NGO auf Basis ihres Krisenreports 2025 mitteilte, erschienen im vergangenen Jahr nur 1.532 Presseartikel zur Situation in dem Binnenstaat. Zum Vergleich: Über die Situation in Gaza erschienen im selben Zeitraum über 1,9 Millionen Artikel, über die Hochzeit von Amazon-Gründer Jeffrey Bezos in Venedig 96.927 Artikel.

Gewalt und Vertreibung

Die Zentralafrikanische Republik ist als einziger Staat in allen bisher erschienenen zehn Ausgaben des Krisenreports vertreten, nun zum ersten Mal auf dem ersten Platz. Die Bevölkerung des Landes leide unter Gewalt und Vertreibung. Über 442.000 der rund 5,5 Millionen Einwohner lebten als Binnenflüchtlinge im eigenen Land, weitere knapp 665.000 seien in Nachbarstaaten wie Kamerun, Tschad oder die Demokratische Republik Kongo geflohen. Insgesamt seien rund 2,4 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen, gleichzeitig hätten Kürzungen weltweit die Hilfe erschwert.

In der Kathedrale von Bangui: Papst Franziskus eröffnet das Heilige Jahr der Barmherzigkeit
In der Kathedrale von Bangui: Papst Franziskus eröffnet das Heilige Jahr der Barmherzigkeit

Franziskus war erster Papst im Land

Papst Franziskus hatte 2015 als erster Papst die Zentralafrikanische Republik besucht und dabei den Einsatz für Frieden und Versöhnung betont. In der Hauptstadt Bangui ließ er überraschend das Heilige Jahr der Barmherzigkeit starten. Zudem ernannte er im Jahr darauf mit Dieudonné Nzapalainga den ersten Kardinal des Landes.

(pm / vatican news – gs)

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28. Januar 2026, 15:01