Uganda: Sorge vor der Parlamentswahl
Wenn die Wahlen friedlich verlaufen würden, könnten sie Harmonie in das ostafrikanische Land bringen, so Erzbischof Paul Ssemogerere in einer Predigt am Dienstag. „Wir beten für unser Land, dass es friedlich bleibt! Was wir in den Medien sehen, ist enttäuschend und schürt Angst und Unsicherheit.“
Mitte Januar werden sowohl das Parlament als auch der Präsident neugewählt. Ugandas Staatschef Yoweri Museveni regiert seit 1986 und will jetzt seine siebte Amtszeit antreten. Sein Regime hat autoritäre Züge; schon vor dem Wahlkampf ging es mit verschiedenen Mitteln, darunter Verhaftungen, gegen das oppositionelle NUP-Bündnis vor.
Populärer Sänger fordert den Alleinherrscher heraus
Der oppositionelle Präsidentschaftskandidat Bobi Wine, ein populärer Sänger und Schauspieler, sowie einige seiner Anhänger wurden im Dezember auf einer Veranstaltung in Gulu von Sicherheitskräften angegriffen und geschlagen.
Die Sorgen in Uganda angesichts der Wahlen haben auch mit den Geschehnissen im Nachbarland Tansania zu tun. Dort fanden Ende Oktober 2025 Parlaments- und Präsidentschaftswahlen statt, nach denen es zu Fälschungsvorwürfen und zu massiver Gewalt kam. Dabei sollen mehrere hundert Demonstranten ums Leben gekommen sein.
(aciafrica/vatican news – sk)
Danke, dass Sie diesen Artikel gelesen haben. Wenn Sie auf dem Laufenden bleiben wollen, können Sie hier unseren Newsletter bestellen.