Südafrika: Erzbischof droht Demonstranten mit Exkommunikation
„Aciafrica" zufolge haben einige Gemeindemitglieder die Proteste organisiert, um ihre Missbilligung gegen eine pastorale Entscheidung in Bezug auf einen Pfarrer der Erzdiözese kundzutun. Am Sonntag, 7. Dezember 2025, soll sich eine Gruppe von etwa 42 Gemeindemitgliedern vor der Kathedrale versammelt und öffentlich protestiert haben, „um den Diözesanbischof wegen einer legitimen pastoralen Entscheidung anzuprangern“. Welche Entscheidung des Erzbischofs gemeint ist, geht aus der Agenturmeldung nicht hervor.
Auf der Facebookseite der Erzdiözese Pretoria findet sich eine Mitteilung vom 31.12.2025, die Erzbischof Mpako unterzeichnet hat, „zu den jüngsten öffentlichen Aktionen und dem Weg zur Heilung". Auch dort werden die Hintergründe nicht klar. Es heißt: Am 7. Dezember, am 14. Dezember am 28. Dezember 2025 hätten einige Gläubige der Kathedralgemeinde öffentlich gegen eine „legitime pastorale Entscheidung des Erzbischofs" protestiert. Darunter seien „auch Aktionen während der Heiligen Messe und zum Abschluss der Feierlichkeiten zum Heiligen Jahr" gewesen. Weiter ist von „öffentlichen Anschuldigungen, störendem Verhalten in heiligen Räumen" und der „Verbreitung irreführender Informationen über soziale Medien" die Rede.
Rehabilitationsprozess und Buße
Wie das Erzbistum auf Facebook betonte, dürfe die Heilige Messe „niemals als Mittel des Protests missbraucht werden". Die Mitteilung sprach auch von öffentlicher Aufwiegelung gegen die kirchliche Autorität und falschen Anschuldigungen gegen den Erzbischof. Die Aktionen hätten „Verwirrung, Spaltung und Schaden für den guten Ruf der Kirche verursacht".
Wer die Proteste angezettelt habe, solle sich sich einem „Rehabilitationsprozess” unterziehen - sonst sei mit Strafen, einschließlich der Exkommunikation, zu rechnen. Der Erzbischof erklärte, er habe sich, übereinstimmend mit dem Kirchenrecht und der pastoralen Mission der Kirche, für einen „korrigierenden und rehabilitierenden Ansatz entschieden, anstatt sofortige Strafmaßnahmen zu ergreifen." Die Exkommunikation ist laut Erzbischof Mpako „denen vorbehalten, die nach einer angemessenen Warnung weiterhin schismatisches Verhalten an den Tag legen und zur Revolte gegen die rechtmäßige Autorität des Bischofs aufrufen“.
Erzbischof Mpako fordert Reue und plädiert für „Heilung und Versöhnung" um die „Wiederherstellung der vollen Gemeinschaft" zu erreichen. Falsche öffentliche Aussagen sollten zurückgenommen werden, „schädliche Inhalte" aus Sozialen Medien entfernt werden und „angemessene Entschuldigungen" vorgebracht werden. Die Demonstranten werden zudem aufgerufen, an Fortbildungsmaßnahmen zur Bedeutung der kirchlichen Autorität, Einheit und der Heiligkeit der Liturgie teilzunehmen und zu Gebet und Buße gemahnt.
(aciafrica/facebook erzdiözese pretoria - sst)
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