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 Eine vertriebene sudanesische Mutter von vier Kindern, bereitet in einer Lagerunterkunft Essen zu - Archivbild 2025, Agenturfoto Eine vertriebene sudanesische Mutter von vier Kindern, bereitet in einer Lagerunterkunft Essen zu - Archivbild 2025, Agenturfoto 

Sudan: Laut UN fast jeder Dritte im Krieg vertrieben

Der nun schon seit 1.000 Tagen (Stichtag Freitag) andauernde Konflikt habe Leben zerstört, Gemeinschaften entwurzelt und die größte Vertreibungskrise der Welt ausgelöst, erklärte die UN-Organisation für Migration IOM in Genf.

Im Durchschnitt habe jede Woche fünf Mal ein Ereignis eine neue Flucht ausgelöst. „Tausend Tage Konflikt haben den Menschen im Sudan unerträgliche Opfer abverlangt", sagte IOM-Generaldirektorin Amy Pope am Freitag in Genf. Hinter jeder Zahl stehe eine Familie, die Kinder schützen, ihre Würde bewahren und mit fast nichts überleben wolle.

Kämpfe seit 2023

Seit dem 15. April 2023, als der Machtkampf zwischen rivalisierenden Generälen begann, registrierte die IOM im Sudan 743 Vorfälle, die Menschen zur Flucht zwangen. Davon waren 524 konfliktbezogene Ereignisse und 219 Naturkatastrophen wie Überschwemmungen und Brände. Insgesamt wurden 11,6 Millionen Personen innerhalb des Sudan vertrieben, etwa 4 Millionen suchten im Ausland Schutz. Auf dem Höhepunkt des Konflikts lebten 15 Prozent aller Binnenvertriebenen weltweit in dem ostafrikanischen Land.

Aktuell sind laut IOM noch immer mehr als 9,3 Millionen Menschen im Land selbst auf der Flucht. Rund 3 Millionen kehrten nach den Angaben in ihre Herkunftsgebiete zurück, allein über eine Million in die Hauptstadt Khartum. Die Rückkehrer befänden sich jedoch weiter in einer prekären Lage. Oft funktionierten Infrastruktur und Dienstleistungen nicht und es herrsche anhaltende Unsicherheit.

(kap/kna - sst) 

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11. Januar 2026, 15:16