USA: Kirche ruft zu „Zurückhaltung“ in Minneapolis auf
In einer Erklärung bezieht sich der neue Vorsitzende der US-Bischofskonferenz auf einen Satz von Papst Leo beim Angelusgebet an diesem Sonntag: „Friede beruht auf dem Respekt vor den Menschen“. „Es ist in diesem Geist, dass ich zu Ruhe, Zurückhaltung und Respekt vor dem menschlichen Leben in Minneapolis aufrufe und an alllen Orten, wo der Friede bedroht ist“, so Coakley.
Vor allem staatliche Stellen hätten eine besondere Verantwortung, „das Wohlergehen von Menschen im Dienst am Gemeinwohl zu schützen“. Wörtlich schreibt Coakley: „Wir müssen als Nation im Dialog zusammenkommen, uns abwenden von entmenschlichender Rhetorik und Handlungen, die menschliches Leben bedrohen.“
Ein Mitarbeiter der Grenzschutzpolizei ICE hatte am Samstag in Minneapolis einen Demonstranten erschossen. Das Opfer, ein 37-jähriger Krankenpfleger, lag im Moment, als die Schüsse fielen, unbewaffnet am Boden, wie sich aus Videoaufnahmen ergibt. Zuvor hatten ihm die Beamten eine Waffe abgenommen, für deren Tragen er offenbar eine Lizenz hatte. Die Regierung von Präsident Donald Trump behauptet hingegen, der 37-Jährige habe die Grenzschützer bedroht, und diese hätten in Notwehr gehandelt. Bereits am 7. Januar hatten ICE-Mitarbeiter ebenfalls in Minnesota eine 37-jährige Mutter erschossen.
(vatican news – sk)
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