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Tränengaseinsatz bei der Festsetzung mutmaßlicher Migranten in Minneapolis Tränengaseinsatz bei der Festsetzung mutmaßlicher Migranten in Minneapolis  (Leah Millis)

USA: Kirche startet neues Bündnis für Migranten

Katholische Organisationen in den USA haben eine neue Partnerschaft zur Unterstützung von Migranten und Flüchtlingen ins Leben gerufen.

Das Projekt mit dem Namen „Catholic Immigrant Prophetic Action Project" soll die katholische Kirche dabei stärken, auf die Folgen verschärfter Abschiebemaßnahmen zu reagieren, insbesondere im Blick auf Menschen mit legalem Aufenthaltsstatus.

Getragen wird die Initiative vom Hope Border Institute, das an der US-mexikanischen Grenze arbeitet, und dem Center for Migration Studies in New York. Ziel ist es, Diözesen und Erzdiözesen durch Forschung, Kommunikation und konkrete Planungen zu unterstützen. Der Fokus liegt darauf, kirchliche Hilfsangebote zu koordinieren und öffentlich sichtbar zu machen.

Der Vorsitzende des Migrationsausschusses der US-Bischofskonferenz, Bischof Brendan Cahill aus Texas, verwies auf eine im November verabschiedete pastorale Erklärung der Bischöfe. Darin hätten sie sich geschlossen zur unantastbaren Würde jedes Menschen bekannt und sich gegen pauschale Massenabschiebungen ausgesprochen.

Vorbereitet sein auf Einsätze der Einwanderungsbehörden

Nach Angaben der Projektpartner sollen Diözesen auch dabei unterstützt werden, auf mögliche Einsätze von Einwanderungsbehörden an sensiblen Orten wie Schulen, Krankenhäusern oder Kirchen vorbereitet zu sein. Zugleich gehe es darum, kirchliches Engagement in klassischen Medien und sozialen Netzwerken stärker zu bündeln.

Vertreter der Initiative betonten, die Kirche müsse sich in der aktuellen Situation sichtbar in der Gesellschaft einbringen. Grundlage seien die Prinzipien der katholischen Soziallehre, die das Recht auf Migration, staatliche Grenzhoheit sowie Gerechtigkeit und Menschlichkeit miteinander in Einklang bringen wollen. Zugleich wächst der Druck auf die Politik: Mehrere Kirchenvertreter haben zuletzt angesichts der angespannten Lage eine rasche und umfassende Reform der US-Einwanderungspolitik gefordert.

(kap – gs)

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22. Januar 2026, 15:36