Pakistan: Weihnachten als Zeichen der Anerkennung
In der pakistanischen Stadt Lahore wird Weihnachten in diesem Jahr sichtbar im öffentlichen Raum gefeiert. Tausende Menschen nahmen an der Christmas Interfaith Harmony Rally teil, die von der Provinzregierung unterstützt wurde. Für die Christen bedeutete dies mehr als ein festliches Ereignis. Es war ein Moment, in dem ihr Glaube als Teil der Gesellschaft anerkannt wurde.
Aftab Alexander Mughal, Direktor von Minority Concern UK, nannte die Rally einen „positiven Schritt“, der einen „nachhaltigen Einfluss“ auf die Gesellschaft haben könne. „In einer Zeit in der Intoleranz und religiöser Fanatismus in der Provinz Punjab zunehmen, sind Initiativen dieser Art dringend notwendig, um eine Botschaft der Brüderlichkeit und der gleichen Staatsbürgerschaft für alle Pakistaner zu verbreiten“, sagte er. Die offizielle Unterstützung habe den Christen eine positive öffentliche Präsenz gegeben. „Die Christen waren froh, dass Weihnachten offiziell gefeiert wurde.“
Glaube im öffentlichen Raum
Auch Pater Lazar Aslam OP sieht darin einen wichtigen Wandel. „Ich beobachte einen transformativen Wandel innerhalb einer Gesellschaft, die oft durch ihre Komplexität gekennzeichnet ist.“ Die von der Regierung angestoßenen Maßnahmen seien mehr als Wort und zeigten den Willen zu echter Einbindung.
Hintergrund ist eine neue Initiative der Regierung. Neben der großen Rally fanden weitere interreligiöse Veranstaltungen statt. Kirchen und christliche Viertel erhielten besondere Unterstützung bei Sicherheit und Ausstattung. Mit der Einführung eines zusätzlichen Feiertags am 26. Dezember setzte die Regierung ein weiteres Zeichen für Anerkennung und Zusammenhalt.
(asianews - bl)
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