Suche

Konflikt zwischen Thailand und Kambodscha entlang des umstrittenen Grenzgebiets Konflikt zwischen Thailand und Kambodscha entlang des umstrittenen Grenzgebiets 

Kambodscha: Waffenstillstand und Frieden gefordert

Nach Wochen der Gewalt haben Thailand und Kambodscha einen Waffenstillstand vereinbart. Der Apostolische Vikar von Phnom Penh fordert humanitäre Hilfe und dauerhaften Frieden.

Der Apostolische Vikar von Phnom Penh, Oliver Schmitthaeusler, hat den vereinbarten Waffenstillstand zwischen Thailand und Kambodscha als Zeichen der Hoffnung bezeichnet. „Wir danken Gott und beten weiter, dass diese 72 Stunden für immer andauern mögen“, sagte der Vikar. Der Waffenstillstand trat an diesem Samstag, 27. Dezember, um 12:00 Uhr (Ortszeit) in Kraft und beendete übergangsweise die Kämpfe der letzten drei Wochen.

Der Vikar betonte den Auftrag der Kirche, der darin besteht die Not des Landes öffentlich zu machen. Er berichtet von einem Schreiben an sieben internationale Verantwortungsträgern, wie etwa der Präsident der Vereinigten Staaten, von Frankreich und mehr. „Wir hoffen und beten weiter, denn wir wollen Frieden“, sagte Schmitthaeusler und verwies auf den Rat seines Mitbruders Chhmar Salas: „Vergesst nicht, der Welt von uns zu erzählen!“

In seiner Weihnachtsbotschaft hob der Apostolische Vikar die Verbindung von Glauben und Friedenssehnsucht hervor: „Die Geburt Jesu ist eine Hoffnung, die in unseren Herzen entsteht, eine Hoffnung, die uns niemand nehmen kann“, sagte er und bat um Frieden „für unser Land Kambodscha und für die Welt.“

Humanitäre Lage

Nach Angaben des Vikars wurden seit dem 7. Dezember Tempel, Schulen und Wohnhäuser zerstört. Über 500.000 Menschen seien innerhalb Kambodschas auf der Flucht, darunter rund 200.000 Kinder, die nicht zur Schule gehen könnten.

Während der Christmette erinnerte Schmitthaeusler an den Kontrast zwischen dem Weihnachtsfest und der Realität des Krieges. „So mächtig der Gesang der Engel in dieser Weihnachtsnacht auch ist, so mächtig hallte der Lärm der Raketen“, sagte er und richtete folgenden Appell an die internationale Gemeinschaft: „Wir wollen Frieden!“

(fides - bl)

Danke, dass Sie diesen Artikel gelesen haben. Wenn Sie auf dem Laufenden bleiben wollen, können Sie hier unseren Newsletter bestellen.

27. Dezember 2025, 14:24