Kardinäle beraten über Lage der Kirche weltweit
Alle Arbeitsgruppen hätten „das Leid hervorgehoben, das Männer und Frauen in dieser Zeit tiefgreifender gesellschaftlicher Veränderungen erleben“, so das Statement. Das Konstorium findet im Vatikan hinter verschlossenen Türen statt, um den Teilnehmern die Möglichkeit zu freier Aussprache zu geben.
„Zu den Themen, die zur Sprache kamen, gehören die zunehmende Polarisierung innerhalb von Gesellschaften und Gemeinschaften, die politische Spannungen und Gewalt hervorruft und durch soziale Spaltungen sowie durch die Verbreitung falscher Informationen und eine Kommunikation, die die Begegnung nicht fördert, geschürt wird“, so das Statement. Weitere Gesprächsthemen seien u.a. zunehmende Gewalt und Aggressivität und die Missachtung der Religionsfreiheit gewesen. „In diesem Zusammenhang erwähnten einige Gruppen auch den zunehmenden Antisemitismus.“
Für menschlichen Umgang mit Migranten
Weitere Themen der Kardinalsberatungen mit dem Papst: „übertriebener Individualismus“, Krise der Familie, Perspektivlosigkeit junger Menschen. „Es wurde über die Notwendigkeit gesprochen, sich auf menschliche und christliche Weise mit dem Phänomen der Migration auseinanderzusetzen, welches das Gesicht von Völkern, Gesellschaften und Gemeinschaften verändert und die dringende Notwendigkeit einer echten Integrationspolitik deutlich macht, während gleichzeitig neue Formen der Ausgrenzung entstehen.“
Die Kirche müsse sich angesichts der düsteren Weltlage von heute als „Mutter und Ort der Aufnahme“ erweisen, „auch durch die Umstrukturierung der Pfarreien“. Dazu gehöre, dass die Kirche dazu imstande sei, „ihre eigenen Fehler anzuerkennen“.
Kirche als Ort der Aufnahme
Der Papst habe am Ende der Berichte aus den Arbeitsgruppen kurz das Wort ergriffen, um den Anwesenden zu danken und erneut den Wert der Teilnahme und des Dialogs zu betonen. Die Kirche solle auf Einsamkeit und Leid in der Gesellschaft antworten, indem sie alle zur Gemeinschaft einlade – nicht nur durch das Öffnen der Kirchen und die Feier der Sakramente, sondern auch durch die Schaffung von Gelegenheiten und Erfahrungen der Begegnung.
(vatican news – sk)
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