Vatikan: Kettelkamp scheidet aus Kinderschutzkommission aus
Kettelkamp war im März 2024 als beigeordnete Sekretärin in der Kinderschutzkommission eingesetzt worden. Die 1952 geborene US-Amerikanerin war davor bei der katholischen Bischofskonferenz der Vereinigten Staaten für Kinderschutz zuständig und als ranghohe Polizistin tätig. In der Päpstlichen Kinderschutzkommission war sie die erste Frau in einer Spitzenfunktion.
Unerschütterliches Engagement
Der Präsident der Päpstlichen Kommission für den Schutz von Minderjährigen (PCPM), Erzbischof Thibault Verny, gab Kettelkamps Rücktritt „mit großer Dankbarkeit und tiefem Bedauern“ bekannt. Die Expertin habe sich mit großem Engagement für die Anliegen der Kommission eingesetzt und ihre Erfahrung in der Strafverfolgung und im Kinderschutz in den Dienst der weltweiten Kirche gestellt: „Ihre Weisheit, ihre Professionalität und ihr unerschütterliches Engagement für Opfer und Überlebende haben die Arbeit der Kommission nachhaltig geprägt“, zeigte sich der Vorsitzende dankbar.
Als Begründung zu ihrem Rücktritt gab Kettelkamp familiäre Gründe an. Sie müsse sich um ihre Tochter und ihre Enkelin kümmern, die mit den Folgen einer Herzoperation zu kämpfen habe. Es sei ihr eine Ehre gewesen, über ein Jahrzehnt lang zur „wichtigen Arbeit der Kommission“ habe beitragen zu können, so die US-Amerikanerin, die dem Papst für dieses „Privileg“ dankte.
Eine moralische Verantwortung
Der Schutz verletzlicher Personen gehe alle in der Kirche an, erinnerte Kettelkamp in der Presseerklärung: „Ich hoffe von ganzem Herzen, dass wir alle in der Kirche unserer heiligen Pflicht, Kinder und schutzbedürftige Erwachsene zu schützen, weiterhin standhaft nachkommen. Safeguarding ist nicht nur eine institutionelle Verpflichtung, sondern eine moralische Verantwortung, die jedem Menschen guten Willens obliegt.“
Die 2014 unter Papst Franziskus eingerichtete Kinderschutzkommission schlägt dem Papst Maßnahmen zum Schutz von Minderjährigen und schutzbedürftigen Erwachsenen vor und hat es sich zur Aufgabe gemacht, Prävention und Bewusstseinsbildung in Ortskirchen weltweit zu fördern. Papst Leo ermutigte zuletzt die Mitglieder für ihre anspruchsvolle Arbeit und formulierte konkrete Erwartungen an das Gremium, darunter die Verstärkung interdisziplinärer Zusammenarbeit.
(vatican news – pr)
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