Suche

Eintritt für den Trevi-Brunnen in Rom Eintritt für den Trevi-Brunnen in Rom  (ANSA)

Rom: Trevi-Brunnen spült über 400.000 Euro in einem Monat ein

Die Einführung einer Eintrittsgebühr für den Trevi-Brunnen erweist sich bereits im ersten Monat als lukratives Modell für die Stadt Rom. Wie die Stadtverwaltung an diesem Dienstag bekanntgab, flossen seit Beginn der Ticketpflicht am 2. Februar insgesamt rund 435.000 Euro in die kommunalen Kassen. Die Maßnahme soll nicht nur Einnahmen generieren, sondern vor allem den massiven Besucherstrom am Barock-Meisterwerk regulieren.

Nach einer einjährigen Testphase, in der bis zu 70.000 Menschen an Spitzentagen gezählt wurden, zog die Stadt nun Konsequenzen: Wer den Innenbereich der „Fontana di Trevi“ betreten möchte, muss seit einem Monat zwei Euro bezahlen. Die Bilanz des ersten Monats weist 229.896 registrierte Besucher aus, von denen fast 218.000 die Gebühr entrichteten. Einwohner der Stadt und der Metropolregion Rom sind von der Zahlung befreit.

Finanzierung für Kulturerbe und Museen

Die sprudelnden Einnahmen sind zweckgebunden. Laut Stadtverwaltung werden die Gelder direkt in die Instandhaltung und den Schutz des historischen Erbes investiert. Zudem dient das Modell der Querfinanzierung: Durch die Touristengebühr kann der für Römer kostenfreie Zugang zu den städtischen Museen an jedem ersten Sonntag im Monat weiterhin gesichert werden.

Die Ticketregelung ist zeitlich gestaffelt. Werktags ist der Zugang von 11:30 Uhr bis 22:00 Uhr und am Wochenende von 09:00 Uhr bis 22:00 Uhr offen.

Tickets können online, in Informationsstellen oder direkt vor Ort mittels mobiler Kartenzahlung erworben werden. Ein festes Zeitfenster ist dabei nicht erforderlich, was den Touristen Flexibilität ermöglicht.

Rom setzt auf Gebühren gegen Massentourismus

Der Trevi-Brunnen, der im 18. Jahrhundert im Auftrag von Papst Clemens XII. fertiggestellt wurde, ist nicht die einzige Sehenswürdigkeit der Ewigen Stadt, die mittlerweile Eintritt kostet. Bereits im Juli 2023 wurde für das Pantheon eine Gebühr von fünf Euro für Touristen eingeführt. Das Kolosseum bleibt mit jährlichen Einnahmen von rund 100 Millionen Euro das wirtschaftliche Schwergewicht unter den römischen Monumenten.

Trotz der neuen Zugangsgebühr bleibt eine Tradition unangetastet: Das Werfen von Münzen über die Schulter in das Brunnenbecken – ein Brauch, der die Rückkehr nach Rom garantieren soll. Dieses Geld wird weiterhin separat eingesammelt und kommt traditionell der örtlichen Caritas zugute.

(messaggero - mg)

 

Danke, dass Sie diesen Artikel gelesen haben. Wenn Sie auf dem Laufenden bleiben wollen, können Sie hier unseren Newsletter bestellen.

03. März 2026, 14:22