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Lkw mit Generatoren für die Ukraine und vom Papst gespendete Medikamente Lkw mit Generatoren für die Ukraine und vom Papst gespendete Medikamente  (cardinale Krajewski)

Vatikan-LKW erreichen das ukrainische Krisengebiet

Inmitten einer heftigen Kältewelle und erneuter Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur hat Papst Leo XIV. über das Dikasterium für den Dienst der Nächstenliebe (Almosenamt) drei Lastwagenladungen mit insgesamt 80 Stromgeneratoren sowie tonnenweise Medikamente und Lebensmittel in das kriegsgebeutelte Land liefern lassen.

Mario Galgano - Vatikanstadt

Bereits bei der Generalaudienz am vergangenen Mittwoch, dem 4. Februar, hatte der Papst zum Gebet für die Ukraine aufgerufen und die „Folgen der Bombardierungen“ beklagt, die erneut gezielt die Energieversorgung treffen. Diese Worte wurden nun durch das päpstliche Almosenamt mit konkreter Solidarität begleitet.

Hilfe gegen minus 15 Grad Celsius

Die Lastwagen starteten an der Basilika Santa Sofia in Rom, dem spirituellen Zentrum der Ukrainer in Italien, und sind bereits an ihren Bestimmungsorten in Fastiw sowie in der Hauptstadt Kyiv eingetroffen – zwei Orte, die von den jüngsten Raketenangriffen besonders schwer getroffen wurden. Der Einsatz der Generatoren ist überlebenswichtig: In der Ukraine herrschen derzeit Nachttemperaturen von bis zu minus 15 Grad, während das Thermometer auch am Tag kaum über minus 10 Grad steigt.

In Kyiv und den umliegenden Regionen sind viele Menschen gezwungen, ihre unheizbaren Wohnungen zu verlassen. Sie suchen Schutz in geheizten Notunterkünften, wo dank der päpstlichen Generatoren nicht nur die Räume gewärmt, sondern auch warme Mahlzeiten zubereitet werden können.

Die Hilfsgüter, die von Rom aus in die vom Krieg und Frost heimgesuchte Ukraine gebracht wurden.  (Kardinal Krajewski)
Die Hilfsgüter, die von Rom aus in die vom Krieg und Frost heimgesuchte Ukraine gebracht wurden. (Kardinal Krajewski)   (cardinale Krajewski)

Medikamente gegen das Trauma

Neben der technischen Hilfe umfasst die Lieferung tausende Packungen an Medikamenten. Darunter befinden sich Antibiotika, Entzündungshemmer und Mittel gegen Bluthochdruck. Besonders gefragt ist derzeit auch Melatonin: Das Präparat wird von der traumatisierten Bevölkerung in Kyiv und anderen Städten dringend benötigt, um in Zeiten von ständigem Stress und nächtlichem Alarm überhaupt Schlaf finden zu können.

Die Sinnlosigkeit der Gewalt zeigt sich auch an diesem Montagmorgen: Berichten zufolge kamen bei nächtlichen Angriffen auf Odessa und Charkiw erneut Zivilisten ums Leben, darunter ein zehnjähriges Kind. „Der Krieg kennt keine Gnade, nicht einmal mit den Kleinsten“, hieß es aus dem Vatikan.

Eine ukrainische Frau mit den gespendeten Medikamenten   (Kardinal Krajewski)
Eine ukrainische Frau mit den gespendeten Medikamenten (Kardinal Krajewski)   (cardinale Krajewski)

Ein Netzwerk der Freiwilligkeit

Kardinal Konrad Krajewski, der päpstliche Almosenpfleger, dankte im Namen des Papstes allen Spendern, die diese „Welle der Unentgeltlichkeit“ ermöglichen. Unterstützt wurde die Aktion unter anderem durch die italienische Organisation Banco Farmaceutico, mehrere Pharmaunternehmen sowie den Konzern Procter&Gamble.

Die Verteilung der Güter vor Ort erfolgt über das dichte Netzwerk der Pfarrstrukturen in den verschiedenen Diözesen. Während die ersten Generatoren in Kyiv bereits in Betrieb genommen werden, wird in Rom schon wieder ein weiterer Lkw mit zusätzlichen Hilfsgütern beladen, um die Menschen in der Ukraine zu unterstützen.

(vatican news)

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09. Februar 2026, 13:29