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Vatikan präsentiert Kampagne „Pray with the Pope“

An diesem Mittwoch hat der Vatikan die Initiative „Pray with the Pope“ vorgestellt. Kommunikationspräfekt Paolo Ruffini und Pater Cristóbal Fones erklärten im Pressesaal des Heiligen Stuhls, wie das weltweite Gebetsnetzwerk des Papstes das Internet in einen Raum der Geschwisterlichkeit verwandeln soll – jenseits von Profitmaximierung und Kriegsrhetorik.

Mario Galgano - Vatikanstadt

Paolo Ruffini, Präfekt des Dikasteriums für die Kommunikation, präsentierte an diesem Mittwoch die neue Kampagne „Pray with the Pope“ (Gebetsanliegen des Papstes/Gebetsnetzwerk des Papstes). Das Ziel: Das Internet nicht nur als technisches Werkzeug, sondern als Instrument der Gemeinschaft zu nutzen.

„Mit dem Papst zu beten, bedeutet eine andere Art, das Netz zu verstehen, es zu knüpfen und es im Territorium zu verwurzeln“, erklärte Ruffini. Es gehe darum, die Verbindung zu einem Werkzeug der Gemeinschaft zu machen. In einer Welt, die von „enormer Geschwindigkeit“ geprägt sei, biete die Initiative einen „geschützten Raum und eine langsame Zeit des Gebets“, um sich online mit dem Nachfolger Petri und offline mit der eigenen Gemeinde zu verbinden.

Ein Netz gegen die Monetarisierung

Ruffini fand deutliche Worte zur aktuellen Netzkultur. Das Gebet baue ein Netzwerk auf, das sich von „anderen Netzwerken unterscheidet, in denen alles monetarisiert wird“. Er erinnerte daran, dass die Kirche bereits ein Netzwerk war, lange bevor das World Wide Web existierte. „Verbindung allein reicht nicht aus“, betonte der Präfekt.

Bezugnehmend auf Papst Leo XIV. rief Ruffini dazu auf, die „Netze zu reparieren“. Dies bedeute, die Schönheit des gemeinsamen Gebets für das Gemeinwohl neu zu entdecken und sich Gott mit der Vertrautheit eines Kindes zuzuwenden, das „Abba“ oder „Papa“ sagt. Das weltweite Gebetsnetzwerk des Papstes reagiere auf den weit verbreiteten Wunsch, in der digitalen Welt eine „andere Schönheit“ zu finden und aus dem Gebet die Kraft für ein anderes Handeln in der realen Welt zu schöpfen. Gerade in Zeiten von „Bomben und Kriegen“ beweise dieses Netzwerk, dass Begegnung weiterhin möglich sei.

Synodales Beten für die Welt

Pater Cristóbal Fones, der internationale Direktor des Gebetsnetzwerks, bezeichnete die Initiative als „offene Tür“. Bisher erreiche das Netzwerk über 22 Millionen Menschen in mehr als 90 Ländern. „Papst Leo XIV. hat uns in diesem Jahr mehrfach eingeladen, für einen entwaffneten und entwaffnenden Frieden zu beten“, erinnerte Fones.

Für das laufende Jahr kündigte Fones eine Reihe spezifischer Gebetsanliegen an, die die Bandbreite menschlicher Sorgen abdecken. Dazu gehören:

- Kinder mit unheilbaren Krankheiten

- Effektive Abrüstung, insbesondere die atomare Abrüstung

- Priester in Krisensituationen

- Der universelle Zugang zu hochwertiger Ernährung

- Begleitung von Einsamen in Großstädten und die Pflege der Ressource Wasser

- Der verantwortungsvolle Umgang mit Reichtum.

„Pray with the Pope“ versteht sich laut Fones als synodaler Weg, auf dem sich Menschen weltweit in einer einzigen Mission gegenseitig unterstützen und die Anliegen des Papstes zu ihren eigenen machen.

(vatican news)

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07. Januar 2026, 14:46