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Papst: Mit dem Wort Gottes beten

Im Video und im Audio zu seinem Gebetsanliegen für den Monat Januar – „Für das Gebet mit dem Wort Gottes“ – hat Leo XIV. an diesem Mittwoch das Projekt „Bete mit dem Papst“ gestartet. Er fordert dazu auf, das Gebet wiederzuentdecken, um uns zu „Kindern und Brüdern, Jüngern und Missionaren“ des Reiches Gottes zu machen. Die Initiative steht in Kontinuität mit der vor zehn Jahren von Papst Franziskus ins Leben gerufenen Mission, sich spirituell im Gebet mit dem Papst zu vereinen.

Mario Galgano - Vatikanstadt

In einer Welt, die von Unsicherheit und schnellem Wandel geprägt ist, setzt der Vatikan zu Beginn des Jahres auf die Beständigkeit der biblischen Botschaft. Das Gebetsanliegen für den Monat Januar widmet sich dem „Gebet mit dem Wort Gottes“ und versteht die Heilige Schrift nicht als historisches Dokument, sondern als „lebendiges Licht“, das die täglichen Schritte leiten soll.

Zum Nachhören - was der Papst sagte

Die Schrift als tägliche Herausforderung

In dem veröffentlichten Gebetstext wird die Sehnsucht nach Sinn thematisiert, die viele Menschen umtreibt. „Wir wissen, dass das menschliche Herz unruhig ist, hungrig nach Sinn“, heißt es in dem Anliegen. Die Antwort darauf müsse eine tägliche Praxis sein: Das Evangelium solle nicht nur gelesen, sondern ihm müsse „zugehört“ werden. Ziel sei es, die eigenen Lebensentscheidungen „aus der Nähe zum Herzen Gottes“ heraus zu treffen.

Das Wort Gottes wird dabei als universelles Heilmittel beschrieben: Es solle „Nahrung in der Müdigkeit“ und „Hoffnung in der Dunkelheit“ sein. Der Papst verbindet damit den Wunsch nach einer Kirche, die auf diesem Fundament aufgebaut ist und es „mit Freude weitergibt“.

Vom Gebet zum Handeln

Das Gebetsanliegen nennt auch soziale Komponenten, die mit der Bibellektüre verknüpft sind. Die Begegnung mit dem Wort Christi dürfe nicht im Privaten verharren. Vielmehr solle das Gebet die Gläubigen „aus tiefstem Herzen dazu bewegen, auf andere zuzugehen“.

Konkret nennt das Anliegen hier den Dienst an den Schwächsten, die Vergebung und den Bau von Brücken in einer gespaltenen Gesellschaft. Das Wort Gottes mache die Menschen zu „Jüngern und Missionaren“, die dazu beitragen sollen, dass in jedem Menschen die Hoffnung auf eine neue Welt wiedergeboren wird.

Das Anliegen schließt mit der Bitte, dass das Wort „niemals von den Lippen oder aus den Herzen verschwinden möge“, um eine Gemeinschaft zu formen, die das Leben verkündet.

(vatican news)

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07. Januar 2026, 14:17