Bildnis des heiligen Ansgar Bildnis des heiligen Ansgar 

Papst Leo sendet Parolin zum Ansgar-Jubiläum in Dänemark

Der vatikanische Staatssekretär Pietro Parolin wird als päpstlicher Gesandter an den Feierlichkeiten zum 1200. Jahrestag der ersten Missionsreise des heiligen Ansgar nach Dänemark teilnehmen, die am Sonntag, 25. Januar 2026, in Kopenhagen stattfinden sollen.

Die Ernennung Parolins wurde bereits am 24. November 2025 gemeldet, nun veröffentlichte der vatikanische Pressesaal auch das diesbezügliche, auf den 8. Dezember datierte Papstschreiben.

Darin erinnert Leo XIV. daran, dass „im Jahr 826 ein junger Mönch des Ordens des heiligen Benedikt namens Ansgar mit Harald, der gerade getauft und zum neuen König ernannt worden war, die Reise zu den Dänen antrat und so den Samen des Evangeliums auf skandinavischem Boden säen konnte“. Leo XIV. betont, dass „die Übung der Nächstenliebe das dynamische Fundament der Mission der Kirche bleibt“.

„Die Kirche“, so das auf Lateinisch abgefasste Schreiben, „kann als Mutter, die von der Notwendigkeit bewegt ist, das Evangelium ständig zu messen, niemals ihre Armen vergessen und muss die gesamte Geschichte mit dem Vorsatz der Nächstenliebe Gottes befruchten“. Der Papst beauftragt den Kardinal, „im Namen des Papstes in der berühmten Kathedrale, die dem heiligen Ansgar geweiht ist, die feierliche Eucharistiefeier und die anderen Feierlichkeiten zu diesem Gedenktag“ am 25. Januar, dem Fest der Bekehrung des Apostels Paulus, zu leiten.

Der päpstliche Sonderbeauftragte wird offiziell von Niels Englebrecht, Generalvikar der Diözese Kopenhagen, und Marcos Romero Bernús, Pfarrer der Kathedrale St. Ansgar, begleitet.

Spende aus Deutschland

Das Jubiläum bietet für die nördliche Diözese noch einen weiteren Grund zur Freude: Wie die Erzdiözese Paderborn ebenfalls an diesem Dienstag bekanntgab, wolle sie der Kopenhagener Kirche 10.000 Euro für pastorale Diaspora-Arbeit im Rahmen des St.-Ansgar-Jubiläums zur Verfügung stellen. Der als „Apostel des Nordens“ bekannte Ansgar war Mönch in Corvey. Die Abtei, die als eines der bedeutendsten geistlichen Zentren des frühen Mittelalters gilt, befindet sich auf dem Gebiet der heutigen Erzdiözese Paderborn – Grund für die „besondere geistliche und geschichtliche Verbundenheit zum Bistum Kopenhagen“, deren Ausdruck die Spende ist.

„Als Kirche in der Diaspora geben Sie im Geist des heiligen Ansgar auch heute ein eindrucksvolles Zeugnis des Glaubens. Dafür gilt Ihnen meine große Anerkennung und mein Dank“, würdigt der Paderborner Erzbischof Bentz in einer Aussendung das Engagement von Bischof Czesław Kozon, Generalvikar Niels Engelbrecht sowie der Gläubigen im Bistum Kopenhagen. Des Weiteren verweist Bentz auch auf das Bonifatiuswerk, welches in Dänemark und Nordeuropa ein „verlässlicher Begleiter“ sei. „Ich wünsche den Ansgar-Feierlichkeiten einen gesegneten Verlauf. Bleiben Sie und alle Gläubigen im Bistum Kopenhagen behütet und in der Freude!“, erklärt Erzbischof Bentz zum Abschluss seines Grußwortes.

(pm/vatican news - cs)

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20. Januar 2026, 16:37