Theresa, Anna, Mia und Pia: Die vier Sternsingerinnen aus Münster unterwegs in Rom Theresa, Anna, Mia und Pia: Die vier Sternsingerinnen aus Münster unterwegs in Rom 

Deutsche Sternsinger wieder auf Mission in Rom

Goldene Kronen am Kopf, Sammelbüchse in der Hand und Vortrage-Stern: Theresa, Mia, Anna und Pia aus dem Bistum Münster sind dieser Tage als Sternsingerinnen in Rom unterwegs. Sie werden beim Neujahrs-Gottesdienst mit Papst Leo eine tragende Rolle übernehmen, an diesem Dienstag haben sie vorab bei uns in der Redaktion vorbeigeschaut.

Die vier Mädchen sind erfahrene Sternsingerinnen. Aber in Rom, da ist ihr Einsatz besonders. In der Ewigen Stadt, bei strahlend schönem Winterwetter, geht es nicht darum, von Haus zu Haus zu ziehen, in Erinnerung an die drei Weisen aus dem Morgenland an der Krippe in Bethlehem ein Lied zu singen und für benachteiligte Gleichaltrige zu sammeln – ein Anliegen, das alle Sternsinger auf der ganzen Welt vereint. Anna und Mia werden beim Gottesdienst zum Weltfriedenstag am 1. Januar im Petersdom die Gaben zum Altar bringen und sie Papst Leo überreichen.

Hier zum Hören:

„Wir wissen noch nicht genau, wie das ablaufen wird“, sagt Anna, Generalprobe ist erst am Mittwoch; aber eines wissen alle vier Sternsingerinnen schon vorab, Mia spricht es aus: „Also ich bin sehr aufgeregt, den Papst zu treffen. Man hört ja immer so aus den Medien, wie er so ist. Ich habe auch schon Eindrücke. Aber sich erstmal noch so einen echten Realitätseindruck zu holen, das ist nochmal was anderes.“

Zum Auftakt: Ein Besuch bei Vatican News in Rom
Zum Auftakt: Ein Besuch bei Vatican News in Rom

So einiges an Programm erwartet die vier Sternsingerinnen in Rom. Etwas Wichtiges haben sie gleich zu Beginn gemacht, erklärt Theresa: „Einmal durch die Heilige Pforte gehen. Das haben wir heute schon erledigt. Und dann Kolosseum, Trevibrunnen.“ Noch am Dienstag wurden die Gäste aus Münster in der Kaserne der Schweizergarde erwartet, um auch dort ihr Sternsingerlied zu singen und die beliebten Aufkleber mit dem Wunsch „Christus segne dieses Haus“ auszuhändigen.

„Ich würde ihn fragen, ob er sehr aufgeregt ist, in seiner ersten Neujahrsmesse zu dienen“

Am Mittwoch sind sie bei der Generalaudienz, Papst Leo wird sich zu einem Gruppenfoto mit ihnen gesellen, auch hier ist die Vorfreude groß. Und wenn sich die Gelegenheit bietet, kurz mit ihm zu reden? Anna weiß schon, was sie gerne von dem neuen Papst wissen würde: „Ich würde ihn fragen, ob er sehr aufgeregt ist, in seiner ersten Neujahrsmesse zu dienen bzw. sie zu leiten. Und wie das einfach so ist, ein Papst zu sein.“ 

Mit leuchtendem Stern in Rom
Mit leuchtendem Stern in Rom

„Und dass man einfach damit, dass man anderen den Segen bringt, ganz viel bewirken kann“

In Freiburg wurde sie an diesem Dienstag feierlich eröffnet: die diesjährige, die 68. Aktion Dreikönigssingen. Motto ist diesmal „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“. Dieses Anliegen tragen Anna, Mia, Theresa und Pia auch mit nach Rom. „Ich habe da Bilder im Kopf, wie Kinder einfach da sitzen und manchmal auch weinen, weil sie zum Beispiel auch in die Schule wollen und was lernen wollen“, sagt Pia. Das Sternsingen, es ist eine gute Sache – aus gleich ganz vielen Gründen, findet Theresa: „Es ist schön, dass man auch ganz viele Leute trifft, die sich auch häufig sehr freuen, wenn man vorbeikommt und den Segen überbringt. Und dass man einfach damit, dass man anderen den Segen bringt, ganz viel bewirken kann.“

Weltweit größte Spendensammlung von Kindern für Kinder

An der Aktion Dreikönigssingen nehmen jedes Jahr mehrere Hunderttausend Kinder in Deutschland, Österreich, der Schweiz und immer mehr anderen Ländern. Es ist die weltweit größte Hilfsinitiative von Kindern für Kinder in Not. Jeweils um das Dreikönigsfest am 6. Januar herum ziehen Mädchen und Jungen als Heilige Drei Könige verkleidet von Haus zu Haus und sammeln Spenden für ihre Altersgenossen in Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa.

(vatican news – gs)

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30. Dezember 2025, 13:49