Papst Leo bei der Fronleichnamsmesse am 22. Juni 2025 in der Lateranbasilika Papst Leo bei der Fronleichnamsmesse am 22. Juni 2025 in der Lateranbasilika  (ANSA)

Papst fordert zu Fronleichnam Teilen - besonders mit Armen - und Gerechtigkeit

Papst Leo XIV. hat sich zu Fronleichnam diesen Donnerstag in sozialen Medien geäußert. „Die Eucharistie öffnet uns für die Gerechtigkeit und das Teilen, mit einer besonderen Aufmerksamkeit für diejenigen, die die Last der Armut und Ausgrenzung tragen", schrieb das katholische Kirchenoberhaupt auf seinem offiziellen X-Account @pontifex_de. Katholiken feiern an Fronleichnam die Gegenwart des auferstandenen Christus in den Gaben Brot und Wein.

Der Papst erinnerte mit seinem Post auch daran, dass es beim Brotbrechen ums Teilen geht. Dafür wählte er ein Zitat aus seiner am Pfingstmontag in seiner Anwesenheit vorgestellten Enzyklika Magnifica humanitas. In zwei weiteren Posts auf X zitierte das katholische Kirchenoberhaupt ebenfalls Stellen aus seinem Schreiben, in dem er in Zeiten von KI und rasantem Wandel an die katholische Soziallehre und die Würde der Menschen erinnert. 

„Während die neuen wirtschaftlichen und technologischen Netzwerke Ausgrenzung, Isolation und Abhängigkeiten hervorrufen können, ist die von der Eucharistie genährte Kirche aufgerufen, einen anderen Maßstab sichtbar zu machen, indem sie Bindungen bewahrt, den Unsichtbaren wieder eine Stimme gibt und die Entwicklungen auf die Würde der Menschen ausrichtet", fordert Papst Leo in Magnifica humanitas - dies betonte er nun zum Fest Corpus domini auf X noch einmal. Der Papst postete dort außerdem ein weiteres Zitat seines Schreibens:  

„In der Eucharistie wird sichtbar, dass wir die Kirche Christi sind, wir sind seine Glieder, sein Leib. Wir sind Brüder und Schwestern in ihm. Und in Christus sind wir, obwohl wir viele und unterschiedlich sind, eins: ,In Illo uno unum`“ - so Papst Leo auch in Anspielung auf sein bischöfliches Motto „In Illo uno unum“: Worte, die der heilige Augustinus in einer Predigt - der Auslegung von Psalm 127 - zitierte, um zu betonen, dass „wir Christen zwar viele sind, aber in dem einen Christus eins sind“.

„Magnifica humanitas. Über den Schutz des Menschen im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz“ ist am 25. Mai 2026 erschienen. Hier geht es zum Wortlaut des Dokuments in der amtlichen Übersetzung auf Deutsch.

(vatican news - sst)

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04. Juni 2026, 14:47