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Papst zu Fronleichnam: Glauben öffentlich bezeugen

Papst Leo XIV. hat dazu ermutigt, die Fronleichnamsprozessionen als öffentliches Zeichen des Glaubens lebendig zu halten. Bei der Generalaudienz an diesem Mittwoch erinnerte er an das Hochfest des Leibes und Blutes Christi.

„In dieser Woche wird das Hochfest des heiligsten Leibes und Blutes Christi gefeiert, oder, nach der bekannteren lateinischen Bezeichnung, das Hochfest Corpus Domini“, sagte der Papst. „In der Eucharistie betrachten wir Jesus als Brot, das gebrochen und für jeden von uns hingegeben wird.“

Das im Mittelalter entstandene Fest feiert die Gegenwart des auferstandenen Christus in den Gaben von Brot und Wein in der Eucharistiefeier. Papst Urban IV. führte Fronleichnam 1264 als allgemeines Kirchenfest ein. Der offizielle Termin ist der zweite Donnerstag nach Pfingsten. In manchen Ländern, darunter Italien und Spanien, wird das Hochfest liturgisch am darauffolgenden Sonntag gefeiert.

Prozession als Zeichen der Gegenwart Christi

Zu Fronleichnam bezeugen Katholiken ihren Glauben an diese bleibende Gegenwart Jesu Christi im Sakrament der Eucharistie. Bei den Prozessionen wird das Allerheiligste, Christus in Gestalt einer konsekrierten Hostie, in einer Monstranz durch die Straßen getragen.

In Rom hatte Papst Johannes Paul II. auch aufgrund seiner Erfahrung in Polen der Fronleichnamsprozession als öffentlicher Glaubenskundgebung besonderes Gewicht gegeben. 1982 feierte er die Messe erstmals am frühen Donnerstagabend vor der Lateranbasilika und trug die Monstranz anschließend persönlich zur Basilika Santa Maria Maggiore. Später wurde dafür ein umgebauter Pritschenwagen verwendet, auf dem der Papst vor der Monstranz kniete.

Die Prozession zwischen Lateran und Santa Maria Maggiore
Die Prozession zwischen Lateran und Santa Maria Maggiore

Benedikt XIV. führte diese Tradition fort. Papst Franziskus verzichtete seit Beginn seines Pontifikats auf diese Mitfahrt. 2017 verlegte er Messe und Prozession vom Donnerstag auf den folgenden Sonntag, um mehr Gläubigen die Teilnahme zu ermöglichen und den römischen Werktagsverkehr zu entlasten. In den Folgejahren feierte er Fronleichnam auch außerhalb - unter anderem in Ostia und im römischen Stadtteil Casal Bertone.

„Ausdruck der eucharistischen Volksfrömmigkeit sind die Prozessionen mit dem Allerheiligsten Sakrament“

Papst Leo XIV. nahm die römische Fronleichnamsprozession im vergangenen Jahr wieder auf. Nach der Messe vor der Lateranbasilika trug er die Monstranz zur Basilika Santa Maria Maggiore und spendete dort den eucharistischen Segen.

Leo XIV. über Fronleichnam im Podcast

Bei der Generalaudienz knüpfte Leo XIV. nun erneut an die Bedeutung der Fronleichnamsprozessionen an, „die durch die Straßen vieler Orte ziehen“.  Sie seien ein „Ausdruck der eucharistischen Volksfrömmigkeit“, sagte er. „In diesem Zusammenhang ermutige ich dazu, diese schöne Form des öffentlichen Zeugnisses des Glaubens lebendig zu halten.“

2026 Fronleichnamsprozession in Spanien

Papst Leo XIV. wird Fronleichnam in diesem Jahr während seiner Spanienreise begehen. Nach dem offiziellen Programm seiner Apostolischen Reise vom 6. bis 12. Juni feiert er am Sonntag, 7. Juni, in Madrid eine Messe auf der Plaza de Cibeles; daran schließt sich die Fronleichnamsprozession an.

(vatican news - bp)

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03. Juni 2026, 16:00