Spanien: Programm und Logo für Papstreise vorgestellt
Mario Galgano - Vatikanstadt
Das Logo, entworfen von der Designerin María del Mar Chapa, zeigt einen nach oben orientierten, offenen Kreis aus miteinander verbundenen menschlichen Figuren. Nach Angaben von Josetxo Vera symbolisiert diese Darstellung eine „Gemeinschaft in Aktion“ und den gegenseitigen Rückhalt. Im Zentrum steht die Jungfrau Maria als Ausdruck der Einheit und Hoffnung.
Das gewählte Motto „Alzad la mirada“ (Hebt euren Blick), angelehnt an das Johannesevangelium (Joh 4,35), versteht die Organisation als Aufforderung, über alltägliche Sorgen hinauszublicken. Vera ergänzte, dass sich in dieser Geste die Suche nach Gott als Quelle von „Einheit (Madrid), Schönheit (Barcelona) und Nächstenliebe (Kanaren)“ widerspiegle.
Pressekonferenz in Madrid
Logistischer Aufwand und Finanzierung
Die Organisation der Reise erfolgt auf zwei Ebenen: lokal in den Diözesen Madrid, Barcelona, Gran Canaria und Tenerife sowie national durch die Spanische Bischofskonferenz. Angesichts der Dauer von sieben Tagen und insgesamt zehn verschiedenen Besuchsstationen bezifferte Koordinator Yago de la Cierva die vorläufigen Kosten auf etwa 15 Millionen Euro.
Der technische Aufwand umfasst unter anderem die Installation von mehr als 50 Großbildschirmen im ganzen Land; den Einsatz von über 6.000 medizinischen Fachkräften; die Bereitstellung von 8.000 Kelchen für die Kommunionausteilung sowie die Unterstützung durch bislang 5.000 angemeldete Freiwillige.
Digitale Präsenz
Ab sofort ist die offizielle Webseite conelpapa.es freigeschaltet. Sie dient als zentrale Informationsplattform und bietet separate Bereiche für die beteiligten Diözesen Madrid, Barcelona sowie die kanarischen Bistümer Gran Canaria und Teneriffa.
Medienvertreter können sich bis zum 30. April über das Portal akkreditieren. Für Pilger wird in Kürze ein Voranmeldesystem aktiviert. Dabei wird zwischen offenen Massenveranstaltungen und zugangsbeschränkten Treffen unterschieden. Für Teilnehmer in Madrid ist zudem ein Unterbringungssystem in Pfarreien geplant.
Ziel der Eigenfinanzierung
Hinsichtlich der Finanzierung strebt die Kirche eine weitgehende Deckung der Kosten durch Eigenmittel, Spenden und Unternehmensbeteiligungen an. Während die öffentliche Hand auf den Kanarischen Inseln aufgrund der historischen Bedeutung des ersten Papstbesuches auf dem Archipel finanzielle Unterstützung zugesagt hat und andere Verwaltungen Infrastrukturen bereitstellen, betonte Fernando Giménez Barriocanal das Ziel der Transparenz.
„Das Ziel ist, dass die Kirche in Spanien selbst mit Hilfe von Unternehmen und Institutionen den Großteil der Kosten trägt“, so Barriocanal. De la Cierva hob hervor, dass die Realisierung eines Projekts dieser Größenordnung innerhalb weniger Monate ohne den Einsatz der Freiwilligen nicht möglich wäre. Für interessierte Teilnehmer und Medienvertreter wurden zudem die offizielle Website sowie die Systeme zur Voranmeldung und Akkreditierung freigeschaltet.
Zusammenarbeit mit dem Staat
Yago de la Cierva betonte die „positive und flüssige“ Zusammenarbeit mit den staatlichen Behörden. Das Präsidialministerium koordiniert die staatlichen Belange, während die Sicherheitskräfte die Einsatzbereitschaft für das Großereignis bestätigt haben. Da der Papst unmittelbar vor der Spanienreise vier afrikanische Länder besucht, stehe die endgültige Bestätigung des detaillierten Zeitplans durch den Vatikan noch aus.
(vatican news)
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