Das Logo der Spanienreise von Papst Leo XIV. Das Logo der Spanienreise von Papst Leo XIV. 

Spanien: Programm und Logo für Papstreise vorgestellt

Vom 6. bis 12. Juni besucht Leo XIV. Spanien. Wenige Wochen vor dem Eintreffen des Pontifex in Spanien hat das Organisationskomitee für die apostolische Reise die logistischen und finanziellen Eckpunkte des Besuchs veröffentlicht. In einer Pressekonferenz präsentierten die Koordinatoren Yago de la Cierva und Fernando Giménez Barriocanal zusammen mit dem Sprecher der Bischofskonferenz, Josetxo Vera, die Identität und die Struktur des Großereignisses.

Mario Galgano - Vatikanstadt

Das Logo, entworfen von der Designerin María del Mar Chapa, zeigt einen nach oben orientierten, offenen Kreis aus miteinander verbundenen menschlichen Figuren. Nach Angaben von Josetxo Vera symbolisiert diese Darstellung eine „Gemeinschaft in Aktion“ und den gegenseitigen Rückhalt. Im Zentrum steht die Jungfrau Maria als Ausdruck der Einheit und Hoffnung.

Das gewählte Motto „Alzad la mirada“ (Hebt euren Blick), angelehnt an das Johannesevangelium (Joh 4,35), versteht die Organisation als Aufforderung, über alltägliche Sorgen hinauszublicken. Vera ergänzte, dass sich in dieser Geste die Suche nach Gott als Quelle von „Einheit (Madrid), Schönheit (Barcelona) und Nächstenliebe (Kanaren)“ widerspiegle.

Die Pressekonferenz bei der Spanischen Bischofskonferenz zur Papstreise
Die Pressekonferenz bei der Spanischen Bischofskonferenz zur Papstreise

Pressekonferenz in Madrid

Die nationalen Koordinatoren des Papstbesuchs, Yago de la Cierva und Fernando Giménez Barriocanal, informierten an diesem Dienstag in Madrid über den aktuellen Stand der Vorbereitungen für die Apostolische Reise im Juni. Unterstützt wurden sie dabei von Josetxo Vera, dem Informationsdirektor der Bischofskonferenz, und Sara de la Torre, Medienbeauftragte des Erzbistums Madrid.

Zum Nachhören - mehr über die Spanienreise des Papstes

Logistischer Aufwand und Finanzierung

Die Organisation der Reise erfolgt auf zwei Ebenen: lokal in den Diözesen Madrid, Barcelona, Gran Canaria und Tenerife sowie national durch die Spanische Bischofskonferenz. Angesichts der Dauer von sieben Tagen und insgesamt zehn verschiedenen Besuchsstationen bezifferte Koordinator Yago de la Cierva die vorläufigen Kosten auf etwa 15 Millionen Euro.

Der technische Aufwand umfasst unter anderem die Installation von mehr als 50 Großbildschirmen im ganzen Land; den Einsatz von über 6.000 medizinischen Fachkräften; die Bereitstellung von 8.000 Kelchen für die Kommunionausteilung sowie die Unterstützung durch bislang 5.000 angemeldete Freiwillige.

Digitale Präsenz

Ab sofort ist die offizielle Webseite conelpapa.es freigeschaltet. Sie dient als zentrale Informationsplattform und bietet separate Bereiche für die beteiligten Diözesen Madrid, Barcelona sowie die kanarischen Bistümer Gran Canaria und Teneriffa.

Medienvertreter können sich bis zum 30. April über das Portal akkreditieren. Für Pilger wird in Kürze ein Voranmeldesystem aktiviert. Dabei wird zwischen offenen Massenveranstaltungen und zugangsbeschränkten Treffen unterschieden. Für Teilnehmer in Madrid ist zudem ein Unterbringungssystem in Pfarreien geplant.

Ziel der Eigenfinanzierung

Hinsichtlich der Finanzierung strebt die Kirche eine weitgehende Deckung der Kosten durch Eigenmittel, Spenden und Unternehmensbeteiligungen an. Während die öffentliche Hand auf den Kanarischen Inseln aufgrund der historischen Bedeutung des ersten Papstbesuches auf dem Archipel finanzielle Unterstützung zugesagt hat und andere Verwaltungen Infrastrukturen bereitstellen, betonte Fernando Giménez Barriocanal das Ziel der Transparenz.

„Das Ziel ist, dass die Kirche in Spanien selbst mit Hilfe von Unternehmen und Institutionen den Großteil der Kosten trägt“, so Barriocanal. De la Cierva hob hervor, dass die Realisierung eines Projekts dieser Größenordnung innerhalb weniger Monate ohne den Einsatz der Freiwilligen nicht möglich wäre. Für interessierte Teilnehmer und Medienvertreter wurden zudem die offizielle Website sowie die Systeme zur Voranmeldung und Akkreditierung freigeschaltet.

Zusammenarbeit mit dem Staat

Yago de la Cierva betonte die „positive und flüssige“ Zusammenarbeit mit den staatlichen Behörden. Das Präsidialministerium koordiniert die staatlichen Belange, während die Sicherheitskräfte die Einsatzbereitschaft für das Großereignis bestätigt haben. Da der Papst unmittelbar vor der Spanienreise vier afrikanische Länder besucht, stehe die endgültige Bestätigung des detaillierten Zeitplans durch den Vatikan noch aus.

(vatican news)

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07. April 2026, 12:50