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Nach einem israelischen Luftschlag im Süden Beiruts Nach einem israelischen Luftschlag im Süden Beiruts  (ANSA)

Leo XIV.: Moralische Pflicht, Zivilisten in Konflikten zu schützen!

Im Anschluss an sein Mittagsgebet hat Papst Leo XIV. an diesem Sonntag mit besonderem Blick auf den Libanon an die „schrecklichen Folgen des Krieges“ für die Zivilbevölkerung erinnert – und an die Konfliktparteien appelliert, das Feuer einzustellen und nach einer friedlichen Lösung zu suchen. Auch die Ukraine und der Sudan waren in seinen Gedanken.

Christine Seuss - Vatikanstadt

„Auch dem geliebten libanesischen Volk bin ich in diesen Tagen des Schmerzes, der Angst und der unerschütterlichen Hoffnung auf Gott besonders nahe“, so der Papst nach dem Gebet des Regina Coeli, des Mittagsgebetes der Kirche in der Osterzeit.

Menschlichkeit und Völkerrecht

 

„Das Prinzip der Menschlichkeit, das im Gewissen eines jeden Menschen eingeschrieben und im Völkerrecht anerkannt ist, bringt die moralische Verpflichtung mit sich, die Zivilbevölkerung vor den schrecklichen Folgen des Krieges zu schützen. Ich appelliere an die Konfliktparteien, das Feuer einzustellen und dringend nach einer friedlichen Lösung zu suchen“, so die eindringlichen Worte des Papstes, der zudem an den immer noch andauernden – und oft vergessen scheinenden – blutigen Konflikt im Sudan erinnerte. Am kommenden Mittwoch, 15. April, jährt sich dessen Ausbruch zum dritten Mal:

„Wie sehr leidet das sudanesische Volk, unschuldiges Opfer dieses unmenschlichen Dramas! Ich erneuere meinen eindringlichen Appell an die Kriegsparteien, die Waffen schweigen zu lassen und ohne Vorbedingungen einen aufrichtigen Dialog zu beginnen, um diesen Bruderkrieg so bald wie möglich zu beenden.“

„Wie sehr leidet das sudanesische Volk, unschuldiges Opfer dieses unmenschlichen Dramas“

Zuvor hatte Leo XIV. darauf hingewiesen, dass an diesem Sonntag viele Ostkirchen das Osterfest nach dem julianischen Kalender feiern: „Allen diesen Gemeinschaften sende ich meine herzlichsten Wünsche des Friedens, in der Gemeinschaft des Glaubens an den auferstandenen Herrn.“ Diese Wünsche wolle er jedoch mit einem „intensiveren“ Gebet für alle verbinden, die unter dem Krieg leiden, „besonders für das liebe ukrainische Volk“:

„Möge das Licht Christi die betrübten Herzen trösten und die Hoffnung auf Frieden stärken. Möge die Aufmerksamkeit der internationalen Gemeinschaft für das Drama dieses Krieges nicht nachlassen!“, so der Appell des Papstes. Unter den Gruppen, die er eigens grüßte, waren auch Gäste aus Österreich, und zwar der Musikverein Kleinraming aus der Diözese Linz.

Hier der Beitrag zum Nachhören

Gebet für Kriegsbetroffene

Abschließend erinnerte Leo XIV. daran, dass er am nächsten Tag zu einer zehntägigen Reise nach Afrika aufbrechen werde, die ihn in vier afrikanische Länder führen wird: Algerien, Kamerun, Angola und Äquatorialguinea. „Ich bitte euch, mich mit eurem Gebet zu begleiten. Danke! Einen schönen Sonntag euch allen!“, verabschiedete er sich von den rund 18.000 Besuchern auf dem Petersplatz.

(vatican news)

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12. April 2026, 12:34