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Papst Leo XIV. beim Regina Coeli am 12.4.2026 Papst Leo XIV. beim Regina Coeli am 12.4.2026  (@Vatican Media)

Papst: Glauben ist nicht immer einfach, Eucharistie unverzichtbar

Am Barmherzigkeitssonntag, den der heilige Johannes Paul II. im Jahr 2000 eingeführt hatte, erinnert Papst Leo XIV. daran, dass der Glaube „genährt und gestärkt“ werden muss – und dass die sonntägliche Eucharistiefeier in der Begegnung mit der Gemeinschaft dafür unverzichtbar ist.

In seinen Überlegungen geht Papst Leo wie gewohnt vom Tagesevangelium aus, in dem beschrieben wird, wie der auferstandene Jesus acht Tage nach Ostern dem Apostel Thomas erscheint (vgl. Joh 20,19-31) und ihn auffordert, die Hand in seine Wunde zu legen, und zu glauben. „Es ist eine Szene, die uns dazu anregt, über unsere Begegnung mit dem auferstandenen Jesus nachzudenken“, so der Papst, der einräumt, dass es nicht immer leicht sei, zu glauben. „Das war es nicht für Thomas und das ist es auch für uns nicht“, so das Kirchenoberhaupt, das gleichzeitig darauf hinweist, dass der Glaube „genährt und gestärkt werden“ muss.

Die Bedeutung der sonntäglichen Messe

Aus diesem Grund lade uns die Kirche wie in der beschriebenen Szene „am achten Tag“, „also an jedem Sonntag“, ein, ebenso wie die ersten Jünger „gemeinsam die Eucharistie zu feiern“, so Leo XIV. vor den rund 18.000 Besuchern auf dem Petersplatz:

„In ihr hören wir die Worte Jesu, beten wir, bekennen wir unseren Glauben, teilen wir die Gaben Gottes in der Liebe, bieten wir vereint mit dem Opfer Christi unser Leben dar, nähren wir uns von seinem Leib und seinem Blut, damit wir dann selbst Zeugen seiner Auferstehung sein können, wie es der Begriff ,Messe‘ – genauer ,Aussendung‘, ,Mission‘ – andeutet (vgl. Katechismus der Katholischen Kirche, 1332).“

Heilsplan für die gesamte Menschheit

Die sonntägliche Eucharistie sei für das christliche Leben „unverzichtbar“, unterstreicht der Papst, der mit Blick auf seine in Kürze beginnende Apostolische Reise nach Afrika an das Zeugnis der Märtyrer von Abitina erinnert, die vor der Entscheidung standen, der Eucharistie abzuschwören – oder getötet zu werden. Doch sie hätten geantwortet, dass sie „nicht leben könnten, ohne den Tag des Herrn zu feiern“:

„Denn daraus nährt sich und wächst unser Glaube. Darin vereinen sich unsere – wenn auch begrenzten – Bemühungen durch Gottes Gnade wie das Tun der Glieder eines einzigen Leibes – des Leibes Christi – zur Verwirklichung eines einzigen großen Heilsplans, der die gesamte Menschheit umfasst.“

Verwandlung durch die Eucharistie

Durch die Eucharistie würden auch unsere Hände zu „Händen des Auferstandenen“, die „seine Gegenwart, seine Barmherzigkeit und seinen Frieden“ bezeugten, führt Papst Leo weiter aus.

Abschließend appelliert er vor dem Regina Coeli an die Gläubigen, „in einer Welt, die so sehr des Friedens bedarf“, weiter „eifrig und treu an unserer eucharistischen Begegnung mit dem Auferstandenen teilzunehmen“, um von dort aus „als Zeugen der Liebe und als Träger der Versöhnung neu aufbrechen“ zu können.

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12. April 2026, 12:10

Was ist das Regina Caeli?

Das Regina Caeli (oder Regina Coeli) ist eine der vier marianischen Antiphonen im Stundengebet der Kirche (die drei anderen sind: das Alma Redemptoris Mater, das Ave Regina Caelorum und das Salve Regina).

Papst Benedikt XIV. verfügte 1742, dass das Regina Caeli in der Osterzeit – also zwischen der Feier der Auferstehung am Ostersonntag und dem Pfingsttag – anstelle des „Engel des Herrn“ gebetet werden solle, und zwar stehend, zum Zeichen des Sieges über den Tod.

Wie der  „Engel des Herrn“ wird das Regina Caeli morgens, mittags und abends gebetet, um den Tag Gott und Maria zu weihen.

Einer frommen Tradition zufolge geht diese antike Antiphon auf das 6. oder 10. Jahrhundert zurück; ab der ersten Hälfte des 13. Jahrhundert konnte sie ins Franziskanerbrevier einfließen. Sie besteht aus vier kurzen Versen, die jeweils mit dem Halleluja abschließen. Das Regina Caeli ist das Gebet der Gläubigen, die sich mit Maria, Königin des Himmels, über die Auferstehung Jesu freuen.

Am 6. April 2015, dem Montag nach Ostern, hat Papst Franziskus den Gläubigen beim Beten des Regina Caeli ans Herz gelegt, mit welcher inneren Gesinnung dieses Gebet gebetet werden soll:  

„… wenden wir uns an Maria und laden sie ein, sich zu freuen, weil er, den sie im Schoß getragen hat, auferstanden ist, wie er verheißen hatte, und empfehlen uns ihrer Fürsprache. Tatsächlich ist unsere Freude ein Abglanz der Freude Mariens, da sie es ist, die voll Glauben die Geschehnisse Jesu bewahrt hat und noch immer bewahrt. Wir wollen also dieses Gebet mit der inneren Ergriffenheit der Kinder beten, die glücklich sind, weil ihre Mutter glücklich ist.“

Gebet des Angelus / Regina Caeli mit Papst

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