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Leo XIV.: Algerien wunderbare Gelegenheit, Dialog zu fördern

Während des Fluges von Algier nach Yaoundé in Kamerun hat Papst Leo XIV. Bilanz seiner gerade zu Ende gegangenen 1. Etappe seiner Apostolischen Reise – Algerien - gezogen. Um 14.57 Ortszeit (15.57 Uhr MEZ) landete er nach mehrstündiger Flugzeit am internationalen Flughafen Yaoundé-Nsimalen.

Salvatore Cernuzio – im Papstflieger Algier/Yaoundé

Leo XIV. dankte während des Fluges vor Journalisten den algerischen Behörden und der „kleinen, aber bedeutenden“ Ortskirche und bekräftigte die Aktualität der Botschaft des heiligen Augustinus, „die Einheit unter allen Völkern und gegenseitigen Respekt trotz aller Unterschiede anzustreben“. Er erinnerte auch an seinen Besuch der Großen Moschee in Algier - er sei ein Zeichen dafür, dass „wir trotz unterschiedlicher Glaubensrichtungen und unterschiedlicher Gebetsweisen friedlich zusammenleben können“.

Seine Algerien-Visite bezeichnete das katholische Kirchenoberhaupt als „eine wahrhaft gesegnete Reise“ sowie „eine wunderbare Gelegenheit, weiterhin Brücken zu bauen und Dialog zu fördern“. Es war das erste Mal, das ein Papst Algerien, die Heimat des heiligen Augustinus besuchte. Papst Leo XIV. gehört selbst dem Augustinerorden an. Rührung und Begeisterung waren spürbar,  als er vor den Journalisten im Flugzeug die beiden gerade vergangenen Tage in Algerien kommentierte - der ersten Etappe seiner Apostolischen Reise nach Afrika. Ab diesen Mittwochnachmittag ist Leo in Kamerun; in den folgenden Tagen besucht der Papst zudem noch Angola und Äquatorialguinea.

Gruß und Dank, keine Pressekonferenz

Weniger als 15 Minuten nach dem Start des Airbus von Algier nach Kamerun sprach Leo XIV. zu den rund 70 mitreisenden Journalisten aus aller Welt. Es war nur ein kurzer Gruß per Mikrofon, keine Pressekonferenz. Der Papst nutzte die Gelegenheit, um allen für die Arbeit der vergangenen zwei Tage in dem nordafrikanischen Land, der Heimat des heiligen Augustinus zu danken: „Es ist schön, euch alle wiederzusehen. Nochmals vielen Dank für euren Dienst.“ Mit Blick auf das weitere Programm meinte er: „ Ich hoffe, Sie sind alle ausgeruht und bereit für die nächste Etappe der Reise“.

Dankesworte richtete Leo zudem an alle algerischen Behörden, die den Besuch ermöglicht und sogar eine Eskorte während des Überflugs des algerischen Luftraums zur Verfügung gestellt hatten. „Es ist ein Zeichen der Güte, der Großzügigkeit und des Respekts, die das algerische Volk und die algerische Regierung dem Heiligen Stuhl und mir persönlich entgegenbringen wollten“, so Leo XIV. wörtlich.

Kleine, aber bedeutende Kirche- heiliger Augustinus weiter aktuell

„Sehr aktuelle Botschaft für uns alle, die wir an Jesus Christus glauben, aber auch für jeden Menschen“

In Frieden leben trotz aller Unterschiede

Für den Papst, der sich von Anfang an als „Sohn des heiligen Augustinus“ bezeichnet hat, war es laut eigener Aussage „eine besondere Gnade“, nach Annaba zu können und „der Kirche und der Welt“ die Vision des großen Kirchenvaters zu vermitteln - „die Vision der Suche nach Gott und des Strebens nach Gemeinschaft, nach Einheit unter allen Völkern und gegenseitigem Respekt trotz aller Unterschiede“, wie Leo XIV. noch einmal betonte.

„Vision der Suche nach Gott und des Strebens nach Gemeinschaft, nach Einheit unter allen Völkern und gegenseitigem Respekt trotz aller Unterschiede“

Dies alles ist auch die Botschaft, die der Papst selbst bei den verschiedenen Terminen dieser Tage in Algerien zu verwirklichen versucht hat. Etwa bei seinem, so sagt Leo selbst, „bedeutsamen“ Besuch der Großen Moschee, der gezeigt habe, dass „wir, obwohl wir unterschiedliche Glaubensrichtungen, unterschiedliche Arten zu beten und zu leben haben, dennoch in Frieden zusammenleben können“. „Dieses Bild zu vermitteln ist etwas, das die Welt heute braucht, und das wir gemeinsam durch unser Zeugnis weitergeben können, während wir diese Apostolische Reise fortsetzen“, schloss der Papst seine kurzen Worte an die mitreisenden Journalisten auf dem Flug nach Kamerun diesen Mittwoch.

(vatican news - sst)

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15. April 2026, 16:11