Sarah Mullally bei ihrer Amtseinführung Sarah Mullally bei ihrer Amtseinführung   (ANSA)

Papst wird Erzbischöfin von Canterbury treffen

Während ihres Aufenthaltes in Rom vom 25. bis 28. April wird die neue Erzbischöfin von Canterbury, Sarah Mullally, auch den Vatikan besuchen. Das gab das anglikanische Erzbistum in einem Statement auf seiner Webseite bekannt. Am Mittwoch war Mullally in ihr Amt eingeführt worden.

Zu diesem Anlass hatten Papst Leo und die Erzbischöfin von Canterbury – die erste Frau in diesem Amt - Briefe ausgetauscht, in denen sie ihr Engagement für die Einheit der Christen und den Dialog zwischen Anglikanern und der römisch-katholischen Kirche bekräftigen.

Papst Leo XIV. hatte in seinem Schreiben sein Gebet dafür bekräftigt, dass sie „vom Heiligen Geist geleitet“ werde und „Inspiration aus dem Beispiel Marias, der Mutter Gottes“, schöpfen möge.

Dank und Zusicherung des ökumenischen Engagements

In ihrer Antwort dankte Erzbischöfin Mullally dem Papst und versicherte ihm ihrerseits ihre Gebete. „Ich bin zutiefst dankbar für Ihren gütigen Brief und für die Zusicherung Ihrer Gebete zum Zeitpunkt meiner Amtseinführung“, schrieb sie. „Ihre ermutigenden Worte und Ihre Bitte um die Führung des Heiligen Geistes werden mit großer Dankbarkeit aufgenommen.“

Weiter schrieb die Erzbischöfin in ihrer Nachricht, die am Donnerstag an den Papst gesandt wurde: „Als Erzbischöfin von Canterbury bin auch ich dazu berufen, als Werkzeug der Gemeinschaft innerhalb der anglikanischen Gemeinschaft zu dienen und nach der vollen und sichtbaren Einheit zu streben, zu der unser Herr uns alle berufen hat (Johannes 17,21)“. Sie freue sich „sehr darauf, Eure Heiligkeit in naher Zukunft zu treffen und weiterhin die Bande der Freundschaft sowie unser gemeinsames Engagement zu stärken.“

Gemeinsames Gedenken

Die Botschaft des Papstes wurde Erzbischöfin Mullally am Donnerstag von Kardinal Kurt Koch, Präfekt des Dikasteriums zur Förderung der Einheit der Christen, in der Kathedrale von Canterbury überbracht und vorgelesen. Zuvor hatte die römisch-katholische Delegation an einem Gebetsgottesdienst im Rahmen der Amtseinführung von Mullally teilgenommen. Dabei wurde auch an den 60. Jahrestag der Gemeinsamen Erklärung vom 24. März 1966, der ersten formellen ökumenischen Erklärung zwischen der anglikanischen und der römisch-katholischen Kirche, erinnert.

Der Gottesdienst, der am Tag nach der Amtseinführung stattfand, bezog sich auch auf das historische Treffen im Jahr 1966 zwischen Erzbischof Michael Ramsey und Papst Paul VI.. Nach dem Morgengebet beteten Erzbischöfin Mullally und Kardinal Koch gemeinsam am Ort des Martyriums des heiligen Thomas Becket im Chorgestühl der Kathedrale. Im Jahr 1982 hatten an derselben Stelle der heilige Papst Johannes Paul II. und Erzbischof Robert Runcie gebetet.

(archbishopofcanterbury.org/vatican news - cs)

Danke, dass Sie diesen Artikel gelesen haben. Wenn Sie auf dem Laufenden bleiben wollen, können Sie hier unseren Newsletter bestellen.

27. März 2026, 09:44