Papst Leo XIV. ehrt die erste Heilige Lateinamerikas
Mario Galgano - Vatikanstadt
Die Einweihung fand im Beisein von Vertretern der peruanischen Bischofskonferenz, des peruanischen Botschafters beim Heiligen Stuhl sowie der Leitung des Governatorats der Vatikanstadt statt. Besonders herzlich grüßte der Papst an diesem Samstag auch die Salesianische Familie, die am 31. Januar das Fest ihres Gründers, des heiligen Johannes Bosco, feiert.
Der Ruf zur Heiligkeit als universelle Berufung
In seiner Ansprache betonte Leo XIV., dass die Bilder der Gottesmutter und der heiligen Rosa von Lima – der ersten Heiligen Lateinamerikas – eine zentrale Botschaft verkörpern: die Berufung zur Heiligkeit. Unter Bezugnahme auf das Zweite Vatikanische Konzil erinnerte er daran, dass alle Gläubigen, unabhängig von ihrem Stand, zur „Fülle des christlichen Lebens und zur Vollkommenheit der Liebe“ berufen seien.
„Diese schönen Bilder erinnern uns an die Größe der Berufung, zu der Gott uns ruft“, sagte der Papst. Er ermutigte die Anwesenden, durch Gottes Gnade Zeugen dieser Heiligkeit in der heutigen Welt zu sein.
Die Weihegebete: Ein Programm für das christliche Leben
In den anschließenden Segensgebeten, die der Papst in den Gärten sprach, formulierte er eine tiefgehende geistliche Vision. Er bat darum, dass die Gläubigen, die das Mosaik der Jungfrau Maria betrachten, deren Bild „in ihr Herz eingraben“.
Besonders eindringlich waren die Tugenden, die der Papst für die Gläubigen erbat: „Einen unerschütterlichen Glauben, eine feste Hoffnung, eine tatkräftige Liebe und aufrichtige Demütig“. Er betete für „Stärke im Leiden, Würde in der Armut, Geduld in der Widerwärtigkeit und Großzügigkeit im Wohlstand“. Zudem solle die Gottesmutter jene begleiten, die „für den Frieden arbeiten und für die Gerechtigkeit kämpfen“.
Beim Segen der Statue der heiligen Rosa von Lima bat Leo XIV. Gott darum, dass die Gläubigen die Fürsprache dieser Heiligen erfahren dürfen, die als „Zeugin des evangelischen Lebens“ und als „Freundin Christi“ erstrahle.
Symbol der Freundschaft zwischen Rom und Peru
Das Ereignis unterstreicht die besondere Zuneigung des Papstes zu Peru, einem Land, das er in seiner Ansprache erneut als ihm „sehr nahe“ bezeichnete. Die neuen Kunstwerke in den Vatikanischen Gärten dienen künftig als bleibendes Symbol für die spirituelle Verbundenheit Südamerikas mit dem Zentrum der Weltkirche. Peru spielte eine zentrale Rolle im Leben von Papst Leo XIV., da er dort viele Jahre wirkte, die Diözese Chiclayo leitete und sogar Vize-Vorsitzender der peruanischen Bischofskonferenz war. Für ihn gilt Peru als „zweite Heimat“, die seine pastorale und persönliche Prägung stark beeinflusst hat.
Mit einem herzlichen Segen und Dankesworten an die Künstler, welche die Werke geschaffen hatten, beschloss das katholische Kirchenoberhaupt die Zeremonie an diesem Samstagnachmittag.
(vatican news)
Danke, dass Sie diesen Artikel gelesen haben. Wenn Sie auf dem Laufenden bleiben wollen, können Sie hier unseren Newsletter bestellen.
