2026.01.04 Angelus 2026.01.04 Angelus  (@Vatican Media)

Angelus: Für immer der Gott-mit-uns

An diesem Sonntag erinnert uns Papst Leo mit Blick auf den Abschluss des Heiligen Jahres daran, dass die christliche Hoffnung „nicht auf optimistischen Voraussagen oder menschlichen Berechnungen“ beruht, sondern auf „Gottes Entscheidung, unseren Weg mit uns zusammen zu gehen“.

Claudia Kaminski – Vatikanstadt

In seiner Ansprache vom Fenster des Apostolischen Palastes betonte Papst Leo XIV. vor zahlreichen Menschen, die trotz des intensiven Regens am Vormittag zum Petersplatz gekommen waren, dass wir auf unserer „Lebensreise nie allein“ seien, denn: „In Jesus ist er zu einem von uns geworden, hat er sich entschieden, bei uns zu bleiben, wollte er für immer der Gott-mit-uns sein.“

Hier zum Nachhören

Dieses Kommen Jesu in der Schwachheit, so der Pontifex, belebe unsere Hoffnung, sei jedoch gleichzeitig „eine doppelte Verpflichtung, eine gegenüber Gott und gegenüber den Menschen.“

Neu über Gott nachdenken

Wenn Gott Mensch geworden sei, dann seien wir dazu aufgerufen, vom „Fleisch Jesu her neu über Gott nachzudenken und nicht indem wir von einer abstrakten Lehre ausgehen.“ Dazu sei es notwendig die Spiritualität und Ausdrucksformen des Glaubens stets zu überprüfen, damit sie wirklich inkarniert seien. Dann wären wir fähig, den Gott zu denken, „der uns in Jesus begegnet: nicht einen fernen Gott, der in einem perfekten Himmel über uns wohnt, sondern einen nahen Gott, der in unserer zerbrechlichen Welt wohnt.“

Zahlreiche Menschen trotzten dem Regen
Zahlreiche Menschen trotzten dem Regen   (@Vatican Media)

Gott im Antlitz des Nächsten

Er begegne uns im Antlitz unserer Brüder und Schwestern, betonte Leo. Jedes menschliche Geschöpf sei sein Abbild und bewahre einen Funken seines Lichts in sich und erfordere von uns die unverletzliche Würde jedes Menschen anzuerkennen, so der Papst weiter. Die Menschwerdung verlange von uns „ein konkretes Engagement zur Förderung der Geschwisterlichkeit und der Gemeinschaft, damit die Solidarität zum Maßstab der menschlichen Beziehungen wird.“

Engagement für Frieden

Daraus erwachse Engagement für Gerechtigkeit und Frieden sowie die Sorge um die Verwundbarsten und die Verteidigung der Schwachen: „Es gibt keine echte Verehrung Gottes ohne die Sorge um den Menschen aus Fleisch und Blut.“

(vatican news)
 

Danke, dass Sie diesen Artikel gelesen haben. Wenn Sie auf dem Laufenden bleiben wollen, können Sie hier unseren Newsletter bestellen.

04. Januar 2026, 12:13

Das Angelus ist ein Gebet, dass in Erinnerung an das ewige Geheimnis der Menschwerdung drei Mal am Tag gebetet wird: 6 Uhr morgens, am Mittag und am Abend gegen 18 Uhr, jeweils wenn die Glocken zum Angelusgebet rufen.
Der Name ‚Angelus‘ stammt aus dem ersten Vers der lateinischen Version des Gebets - Angelus Domini nuntiavit Mariae. Es besteht aus der Lesung von drei schlichten Texten, bei denen es um die Menschwerdung Jesu Christi geht, gefolgt jeweils von einem Ave Maria.
Dieses Gebet wird vom Papst auf dem Petersplatz sonntags mittags und an Hochfesten gebetet. Direkt vor dem Gebet legt der Papst kurz die Lesungen des Tages aus. Nach dem Gebet folgen Grüße an die Pilger.
Von Ostern bis Pfingsten wird an Stelle des Angelusgebets das Regina Coeli gebetet, das an die Auferstehung Jesu Christi erinnert. Zum Abschluss dieses Gebets wird das „Ehre sei dem Vater“ drei Mal gesprochen.

Gebet des Angelus / Regina Caeli mit Papst

Alles lesen >