Angelus: Für immer der Gott-mit-uns
Claudia Kaminski – Vatikanstadt
In seiner Ansprache vom Fenster des Apostolischen Palastes betonte Papst Leo XIV. vor zahlreichen Menschen, die trotz des intensiven Regens am Vormittag zum Petersplatz gekommen waren, dass wir auf unserer „Lebensreise nie allein“ seien, denn: „In Jesus ist er zu einem von uns geworden, hat er sich entschieden, bei uns zu bleiben, wollte er für immer der Gott-mit-uns sein.“
Dieses Kommen Jesu in der Schwachheit, so der Pontifex, belebe unsere Hoffnung, sei jedoch gleichzeitig „eine doppelte Verpflichtung, eine gegenüber Gott und gegenüber den Menschen.“
Neu über Gott nachdenken
Wenn Gott Mensch geworden sei, dann seien wir dazu aufgerufen, vom „Fleisch Jesu her neu über Gott nachzudenken und nicht indem wir von einer abstrakten Lehre ausgehen.“ Dazu sei es notwendig die Spiritualität und Ausdrucksformen des Glaubens stets zu überprüfen, damit sie wirklich inkarniert seien. Dann wären wir fähig, den Gott zu denken, „der uns in Jesus begegnet: nicht einen fernen Gott, der in einem perfekten Himmel über uns wohnt, sondern einen nahen Gott, der in unserer zerbrechlichen Welt wohnt.“
Gott im Antlitz des Nächsten
Er begegne uns im Antlitz unserer Brüder und Schwestern, betonte Leo. Jedes menschliche Geschöpf sei sein Abbild und bewahre einen Funken seines Lichts in sich und erfordere von uns die unverletzliche Würde jedes Menschen anzuerkennen, so der Papst weiter. Die Menschwerdung verlange von uns „ein konkretes Engagement zur Förderung der Geschwisterlichkeit und der Gemeinschaft, damit die Solidarität zum Maßstab der menschlichen Beziehungen wird.“
Engagement für Frieden
Daraus erwachse Engagement für Gerechtigkeit und Frieden sowie die Sorge um die Verwundbarsten und die Verteidigung der Schwachen: „Es gibt keine echte Verehrung Gottes ohne die Sorge um den Menschen aus Fleisch und Blut.“
(vatican news)
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