Österreich: Augen auf bei rechtsextremen Sprach-Codes im Netz
Der aktuelle Rechtsextremismusbericht des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstands zeige etwa auf, wie Neonazis auf sprachlicher Ebene verschiedene Codes nutzen, um behördlicher Verfolgung zu entgehen, schreibt Kaineder in einem Gastbeitrag im steirischen „Sonntagsblatt" (aktuelle Ausgabe, 14. Mai). Als Beispiele zitierte er die Formulierung
„internationale Hochfinanz" statt „Weltjudentum" und „populationsgenetische Gruppierung" statt „Rasse". Das Ausweichen in virtuelle Räume ermögliche unter Umständen, NS-Propaganda ungestraft verbreiten zu können. „Wir schulden es den Opfern der NS-Zeit, heute gegen die Normalisierung nationalsozialistischer und rechtsextremer Codes vorzugehen", erklärte Kaineder.
Der DÖW-Bericht weist im Bereich des Rechtsextremismus eine Steigerung von 34 Prozent gegenüber dem Vorjahr aus, die Hälfte davon nach dem Verbotsgesetz.
(kap – gs)
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