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Menschen fliehen aus dem Süden des Libanon Menschen fliehen aus dem Süden des Libanon  (ANSA)

Deutschland/Libanon: Missio Aachen startet Hilfsaktion

Missio Aachen hat am Donnerstagmorgen eine Hilfsaktion im Libanon gestartet. Die humanitäre Lage im Land spitzte sich in den vergangenen Tagen aufgrund vieler Binnenflüchtlinge zu. Derzeit sind mehr als 120 Dörfer im Süden des Landes von Kampfhandlungen betroffen.

Zunächst sollten 6.000 Familien im Libanon von der am Donnerstag gestarteten Hilfsaktion profitieren. Dabei unterstützt Missio über die christliche missio-Partnerorganisation CNEWA (Catholic Near East Welfare Association) mit Spendengeldern aus Deutschland die Versorgung der Betroffenen vor Ort mit Unterkünften, Lebensmitteln oder Medikamenten. Nach Angaben der CNEWA sind im Libanon derzeit knapp 60.000 Menschen in Notunterkünften registriert.

Humanitäre Lage spitzt sich zu

Bereits mehr als 120 Dörfer seien inzwischen von den Auseinandersetzungen zwischen der israelischen Luftwaffe und den von Iran unterstützten Hisbollah-Milizen betroffen, weitere 30 Dörfer im Süden des Libanons wurden vor drohenden Kampfhandlungen gewarnt, berichtete Michel Constantin, Regionaldirektor der CNEWA, am Mittwoch gegenüber Missio. Auch die humanitäre Lage im Norden spitze sich aufgrund der zahlreichen Binnenflüchtlinge weiter zu.

Angst vor Ausweitung des Konflikts

Die Ausweitung des Iran-Krieges auf den gesamten Nahen Osten stellte den Libanon in den vergangenen Tagen vor politische Herausforderungen. Die libanesische Regierung forderte die Hisbollah dazu auf, keine weitere Kampfhandlungen von libanesischem Boden zu starten. Ob und wie die Milizen diese Aufforderung umsetzen, ist derzeit fraglich. Auch deswegen wächst in der Bevölkerung die Angst vor inneren Unruhen und Konflikten.

(pm – cf)

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05. März 2026, 10:31