Buchtipp: Ein guter Beichtvater… von A bis Z
Das Buch „Ein guter Beichtvater... von A bis Z“, erschienen im Media Maria Verlag, 128 Seiten, ist als Darstellung des idealen Beichtvaters konzipiert und umreißt die menschlichen und spirituellen Eigenschaften, die notwendig sind, um den Pönitenten angemessen zu begleiten. Ein guter Beichtvater muss liebevoll trösten, umsichtig befragen und erfahren unterweisen können.
Darüber hinaus schlägt er einen originellen pädagogischen Ansatz vor: eine alphabetische Liste von Begriffen im Zusammenhang mit dem Sakrament der Buße, die das theologische Konzept der Versöhnung erklärt. Sowohl Priester als auch die Gläubigen können dadurch praktische und spirituelle Ratschläge leicht nachschlagen.
Obwohl sich der Titel vorrangig an den Beichtvater richtet, ist der Text auch ein wertvoller Leitfaden für jeden Gläubigen, der das Sakrament fruchtbarer erleben möchte, indem er ihm hilft, den Beichtvater als Vater und Arzt der Seele zu betrachten.
Wertvolles pastorales Instrument
Es handelt sich um ein wertvolles pastorales Instrument, das sich durch klare Darstellungen auszeichnet – ein einfacher und praktischer Leitfaden, um die sakramentale Beichte in ihrer ganzen Fülle zu erleben und ihre grundlegenden Schritte zu vertiefen.
Dies betont Kardinal Angelo De Donatis, Großpönitentiar, im Vorwort: „Das pastoral geprägte Werk […] vermittelt auch Kenntnisse zu Themen der Theologie, des Rechts und der Spiritualität. Mit seinem direkten und auf das Wesentliche bezogenen Stil ergänzt es die klassischen Handbücher zu diesem Thema, indem es die systematische Behandlung des Sakraments durch eine Reihe von Folgerungen erweitert, die das Wissen über die Durchführung des Ritus auf das christliche Leben ausdehnen.“
Der Wert dieses kleinen Bandes liegt in der seltenen Synthese zwischen juristischer Kompetenz und praktischer Erfahrung. Der Autor bietet nicht nur theoretische Überlegungen, sondern bündelt auch die Erfahrungen, die er im „Gericht der Barmherzigkeit“, der Apostolischen Pönitentiarie, gesammelt hat. Seine Kompetenz im Bereich des Kirchenrechts garantiert dem Leser eine solide Verankerung in der kirchlichen Lehre und Norm und stellt sicher, dass jeder Ratschlag in der Wahrheit des Sakraments verwurzelt ist.
Von pastoralem Realismus durchdrungen
Es ist jedoch sein Dienst als Beichtvater, insbesondere in der Kirche Santo Spirito in Sassia und in der päpstlichen Basilika San Pietro, der die Norm in Leben verwandelt und bewirkt, dass der Text von pastoralem Realismus durchdrungen ist: Hier wird das Recht zur Gastfreundschaft und die theologische Wissenschaft zur Medizin für die Seele.
Das Buch erweist sich somit als ein authentisches Werk, in dem sich die Strenge des Juristen und die Vaterschaft des Seelsorgers vereinen, um Beichtvater und Pönitenten auf den Pfad einer Barmherzigkeit zu führen, die niemals allgemein, sondern immer gerecht und zutiefst evangeliumsgemäß ist.
Dieses neue Werk von Encina Commentz, der bereits mehrere leicht verständliche Werke zur Vertiefung der Homiletik und Katechese veröffentlicht hat, ist nicht nur ein technischer Leitfaden, sondern eine liebevolle Hinführung zum Sakrament der Versöhnung.
Es gelingt ihm, den Beichtstuhl wieder seiner wahren Natur zuzuführen: nicht als kalte Rechtsinstanz, sondern als Ort der Freude, an dem das Recht dem Leben dient und das Gesetz die Nächstenliebe unterstützt.
Es ist eine wertvolle Lektüre: für den Priester, der darin einen hohen Anspruch an seine Mission als Seelsorger zwischen den Anforderungen des Rechts und des Mitgefühls erkennt; für den Gläubigen, der hinter dem Gitter nicht einen strengen Richter, sondern einen erfahrenen Vater und einen aufmerksamen Arzt entdeckt.
Ein Buch, das mit der befreienden Gewissheit schließt, dass der Mensch, der in einer guten Beichte seine Wahrheit ungefiltert vor Gott bringt, dessen absoluter Treue begegnet.
Zum Mitschreiben
Carlos Encina Commentz: Ein guter Beichtvater… von A bis Z, Media Maria Verlag 2025; 128 Seiten; ISBN 9783911850032.
Eine Rezension von Paolo Rizzi.
(vatican news)
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