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Beim Konsistorium Beim Konsistorium  (ANSA)

D: „Eine kleine Gruppe älterer Männer“

Die Bewegung „Wir sind Kirche“ reagiert kritisch auf das jüngste außerordentliche Konsistorium im Vatikan.

„Eine kleine, relativ homogene Gruppe überwiegend älterer Männer berät und entscheidet exklusiv über Belange einer globalen vielfältigen Weltgemeinschaft“, so „Wir sind Kirche“. „Dies steht im eklatanten Widerspruch zur Entstehungsgeschichte des Christentums und zu den Forderungen nach Geschwisterlichkeit, Transparenz, Partizipation und echter Synodalität“.

Als wesentliche Kritikpunkte bemängelt die Bewegung „jahrzehntelangen Reformstau“ und mangelnde Partizipation. Beratungen und Entscheidungen hinter verschlossenen Türen schwächten das Vertrauen in die Glaubwürdigkeit der Kirche, und Frauen, junge Gläubige und Laien blieben „nach wie vor von Weiheämtern und Entscheidungsgremien systematisch ausgeschlossen – obwohl sie die Kirche ganz wesentlich in den unterschiedlichsten Kulturen mitgestalten“.

„Beratungen und Entscheidungen hinter verschlossenen Türen schwächen das Vertrauen in die Glaubwürdigkeit der Kirche“

„Wir sind Kirche“ fordert „eine visionäre Grundsatzdiskussion über kirchliche Dienste, sonst bleibt die Kirche in den klerikalen Denkschienen hängen und es ändert sich nichts“. Zwar habe der Papst mit der Einberufung des Konsistoriums „ein Zeichen gesetzt“, doch müsse die Kirche „auch den nächsten Schritt tun: hin zu einer echten Gemeinschaft aller Getauften“.

(pm wir sind kirche – sk)

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09. Januar 2026, 12:55