Schweiz: Gedenkmesse für Opfer von Crans-Montana
„Der Mensch ist nicht für die Nacht gemacht, nicht für den Tod, sondern für das Licht“: Mit diesen Worten wandte sich Bischof Lovey während der Predigt in der Kirche Saint-Christophe in Crans-Montana an die Familien der Opfer des Brandes in der Bar Constellation. Die Feier wurde live vom Schweizer Fernsehen übertragen.
In seiner Auslegung des Evangeliums nach Matthäus über die Ankunft der Sterndeuter sagte der Bischof: „Wir sind erschüttert wie die Magier, die Jesus nicht finden. Wir bitten um die Gnade, Suchende des Lichts zu sein angesichts der Finsternis, die über Crans-Montana hereingebrochen ist, denn es ist unerträglich, in der Nacht zu bleiben.“
In diesem von Leid geprägten Kontext, so Lovey weiter, werde das Licht entscheidend, und jeder trage einen Teil davon in sich: die Rettungskräfte, Sanitäter, das Krankenhauspersonal, die Polizei, die Feuerwehr, Politiker und Justizbehörden – all jene, die mit Professionalität gehandelt hätten, hätten Elemente beigetragen, die helfen, klarer zu sehen.
Nach den Worten des Bischofs von Sitten werde für alle Menschen, die Angehörige verloren haben, der Weg nicht mehr derselbe sein. Sie müssten in den Alltag zurückkehren, indem sie einen anderen Weg beschreiten.
Von evangelisch-reformierter Seite nahmen an der Feier Adrian Diethelm, Pfarrer von Crans-Montana, Stephan Kronbichler, Präsident des Synodalrats im Wallis, und Gilles Cavin, Präsident der Schweizerischen Synode, teil. Unter den Versammelten in der Kapelle waren auch Mitglieder des Walliser Staatsrats, der Kommandant der Kantonspolizei Frédéric Gisler, Generalstaatsanwältin Beatrice Pilloud und der italienische Botschafter in der Schweiz Gian Lorenzo Cornado. Auch die ehemalige Bundesrätin Micheline Calmey-Rey, die aus dem Haut-Plateau stammt, war dabei.
Im Anschluss an die Messe fand ein Schweigemarsch zum Ort der Tragödie statt. Für Freitag, den 9. Januar, hat die Schweiz einen Trauertag ausgerufen.
(vatican news/ansa/srf - cs)
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