Ö: Bischöfe rufen zu Gemeinsamkeit auf
Weihnachten lade dazu ein, Trennendes hintenanzustellen und den Blick auf das Verbindende zu richten. Bischof Alois Schwarz betonte, es gehe zu Weihnachten um die eigentliche Botschaft des Evangeliums. „Ich wünsche mir eine Kirche, die nicht zuerst über sich selbst nachdenkt, sondern Raum für Christus und die Menschen schafft.“ Er sprach von Mut zur Hoffnung und zur Barmherzigkeit und davon, dass die Stärke der Kirche nicht in Strukturen liege, sondern „in der Gegenwart des lebendigen Gottes unter uns.“
Weihnachten stehe für die Nähe Gottes zu den Menschen, auch in schwierigen Lebenslagen, so der Bischof. „Weihnachten sagt: Du bist nicht allein in dieser Welt, auch wenn sie dunkel erscheint.“ Nicht Macht, sondern Liebe und Solidarität stünden im Mittelpunkt. „Gerade jetzt ist diese Botschaft revolutionär.“
Weitere Bischöfe
Bischof Manfred Scheuer verwies auf die Bedeutung von Gemeinsamkeiten für Gesellschaft und Demokratie. Eine Schwächung der gesellschaftlichen Mitte sei gefährlich. „Wie ist der Umgangston, wie reden wir miteinander? Das ist eine wichtige Frage für die Demokratie.“ Extreme Positionen würden gestärkt, die Mitte hingegen geschwächt. Positiv äußerte sich Scheuer zum neuen Papst Leo XIV.
Auf ein weiteres gesellschaftliches Thema machte Bischof Josef Marketz aufmerksam. Mehr als 600.000 Menschen in Österreich fühlen sich überwiegend einsam. Zu Weihnachten sei dies besonders stark. Ein Zeichen dagegen setzte der Bischof mit einem Gottesdienst in einer Justizanstalt. „Als Menschen sind wir alle verwandt. Egal, ob hier drinnen oder auf der Straße.“
(kathpress - bl)
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