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Burj al-Shamali im Südlibanon Burj al-Shamali im Südlibanon 

Libanon: Päpstliches Missionswerk unterstützt Vertriebene

Im Zug der anhaltenden militärischen Auseinandersetzungen im libanesischen Grenzgebiet hat das Päpstliche Missionswerk in Libanon Nahrungsmittelpakete an vertriebene Familien aus dem überwiegend christlichen Dorf Aïn Ebel verteilt.

Unter der Leitung des Nationaldirektors Pater Georges El Ters bereiteten freiwillige Helfer im Ort Raouda 100 Hilfspakete vor. Die Verteilung erfolgte am 1. August auf Grundlage von Absprachen mit lokalen Behörden. Ziel der Initiative sei die Bezeugung der kirchlichen Nähe zu schutzbedürftigen Bevölkerungsgruppen und die Unterstützung von vom Konflikt betroffenen Gemeinschaften, wie El Ters gegenüber der Nachrichtenagentur Fides erklärte.

Ein Großteil der Bevölkerung von Aïn Ebel verbleibt trotz Isolierung, Mangel an Grundgütern und anhaltenden Spannungen im Ort. Andere Bewohner des Südlibanon flohen aufgrund von Zerstörungen an Wohnhäusern und Infrastruktur sowie anhaltender Unsicherheit in nördlichere Landesteile. Nach Fides-Angaben verließen im vergangenen Jahr rund eine Million Menschen aus dem Südlibanon ihre Heimatorte. Viele Binnenvertriebene kamen bei Verwandten oder in öffentlichen Einrichtungen unter und verbleiben auf humanitäre Unterstützung angewiesen. Finanziert wurde die Maßnahme vom Päpstlichen Missionswerk in Großbritannien.

6. Jahrestag der Detonation im Hafen von Beirut

Die Hilfsaktion fiel zeitlich mit dem sechsten Jahrestag der Detonation im Hafen von Beirut am 4. August zusammen. Die Explosion im Jahr 2020 forderte mehr als 220 Menschenleben, zerstörte ganze Stadtviertel und verursachte wirtschaftliche Schäden in Höhe von 10 bis 15 Milliarden US-Dollar. Angehörige der Opfer fordern weiterhin juristische Aufarbeitung und die Feststellung der Verantwortlichkeiten. Bei einer Gedenkveranstaltung am Hafen formulierte Hiyam al-Bikai, deren Sohn bei der Explosion ums Leben kam, stellvertretend die Erwartung der Familien nach Einsicht in die Ermittlungsergebnisse.

Papst Leo XIV. besuchte während seiner apostolischen Reise nach Libanon am 2. Dezember 2025 Angehörige von Opfern sowie den Ort der Detonation zu einem stillen Gebet. Bereits zum fünften Jahrestag der Ereignisse hatte das Oberhaupt der katholischen Kirche eine Botschaft an die Bevölkerung gerichtet.

(fides/ucan - mg)

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07. August 2026, 09:51