Erdbeben in Venezuela: Zahl der Opfer übersteigt 5.000
Das wurde jetzt in Caracas bekannt. Die Bischofskonferenz des Landes hat derweil in den vergangenen Tagen bei einer Online-Sitzung über Maßnahmen der Kirche als Reaktion auf das Erdbeben nachgedacht. Dabei wurde ein dreistufiger Rahmenplan für die betroffenen Gebiete vorgeschlagen, der Ernährungssicherheit, Wasserversorgung und Sanitärversorgung, Existenzsicherung sowie umfassenden Schutz umfasst.
Die Bischöfe beschlossen die Einrichtung einer spezialisierten psychologischen Betreuung für Kinder und Erwachsene. Ein besonderer Schwerpunkt soll dabei auf der Prävention von Menschenhandel und dem Schutz von Minderjährigen ohne Familie oder Ausweispapiere liegen. Die Kirche könne zwar den Staat bei einem groß angelegten Wiederaufbau nicht ersetzen. Sie wolle aber in dieser Krisenzeit weiterhin ein spiritueller und sozialer Bezugspunkt für die Menschen bleiben.
In der Diözese La Guaira sind nach Angaben der Bischofskonferenz nicht nur Kirchen zerstört, sondern auch eine Reihe von Pfarrhäuser unbewohnbar geworden. Hier wollen die Bischöfe den Rat von Experten einholen, um die beschädigten Gebäude mittel- und langfristig wieder aufzubauen.
(sir – sk)
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