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Die Folgen des massiven russischen Angriffs auf Kyiv Die Folgen des massiven russischen Angriffs auf Kyiv  (ANSA)

Ukraine: Caritas baut Schutzräume und psychosoziale Angebote aus

Die jüngsten russischen Angriffe auf Kyiv zeigen erneut, wie groß der Schutzbedarf in der Ukraine bleibt. Vor diesem Hintergrund bauen Caritas Österreich und Caritas Ukraine ihre Hilfe weiter aus. - In der Nacht auf Donnerstag führte eine russische Angriffswelle zu Explosionen und Bränden in Kyiv. Nach Behördenangaben starben mindestens 17 Menschen. Die Schäden erstreckten sich auf 30 Orte im Stadtgebiet, zwei Drittel davon Wohngebäude.

Angesichts der fortgesetzten Luftschläge auf urbane Zentren und zivile Infrastruktur bleibt die humanitäre Lage in der Ukraine viereinhalb Jahre nach Beginn des russischen Großangriffs instabil. Caritas Österreich und Caritas Ukraine informierten an diesem Donnerstag in Wien über den Ausbau ihrer Zusammenarbeit durch ein neues Hilfsprojekt mit dem Namen „ACCESS“, das von der Austrian Development Agency (ADA) finanziert wird.

Das Projekt wird in den Regionen Mykolajiw und Tscherkassy realisiert. Es umfasst die Sanierung und den barrierefreien Umbau bestehender Luftschutzkeller nach aktuellen Sicherheitsstandards. Andreas Knapp, Generalsekretär für Internationale Programme der Caritas Österreich, erklärte, dass in diesen Räumen auch Angebote für psychologische Ersthilfe und psychosoziale Betreuung für Kinder, ältere Menschen und Personen mit Behinderungen etabliert werden.

Psychische Gesundheit

Die psychische Gesundheit ist laut Tetiana Stawnychy, Präsidentin der Caritas Ukraine, eine der zentralen Herausforderungen im Kriegsalltag: „Wir leben alle mitten in einem Trauma.“ Die Bewältigung der dauerhaften Belastungen stehe im Vordergrund. Gemeinsam mit Familien und Lehrkräften sollen Strategien zur Verarbeitung traumatischer Erlebnisse vermittelt werden. Für Kinder werden spezielle geschützte Zonen an Schulen und Gemeinschaftszentren eingerichtet, um Stresssymptomen im frühen Stadium zu begegnen.

Seit dem Beginn des Krieges im Februar 2022 wurden durch Spenden, die Initiative „Nachbar in Not“ und die österreichische Bundesregierung rund 55 Millionen Euro für Hilfsmaßnahmen mobilisiert. Knapp betonte die Bedeutung des fortgesetzten Engagements der Bundesregierung und der Solidarität der österreichischen Bevölkerung, da humanitäre Unterstützung neben der Basisversorgung auch der Vermittlung von Zukunftsperspektiven diene.

(kap/afp - mg)

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02. Juli 2026, 11:56