Spanien hatte sich in der Nacht auf Montag mitteleuropäischer Zeit im Finale im MetLife Stadium im US-Bundesstaat New Jersey den zweiten WM-Titel seiner Geschichte gesichert. Spanien hatte sich in der Nacht auf Montag mitteleuropäischer Zeit im Finale im MetLife Stadium im US-Bundesstaat New Jersey den zweiten WM-Titel seiner Geschichte gesichert. 

Spanien feiert WM-Titel: Kirche würdigt sportlichen Erfolg

Nach Spaniens Gewinn der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 hat die katholische Kirche des Landes ihrer Nationalmannschaft und Trainer Luis de la Fuente Glückwünsche ausgesprochen.

Die spanische Nationalmannschaft hat sich im MetLife Stadium im US-Bundesstaat New Jersey durch einen 1:0-Sieg nach Verlängerung gegen den Titelverteidiger Argentinien den zweiten Weltmeistertitel ihrer Geschichte gesichert. Den entscheidenden Treffer erzielte der eingewechselte Ferran Torres in der 106. Minute. Argentinien agierte in der Verlängerung nach einer Gelb-Roten Karte gegen Enzo Fernández in Unterzahl und verzeichnete gegen die spielbestimmenden Spanier kaum Torchancen.

Der spanische katholische Radiosender Cope ordnete den Erfolg als Ergebnis einer kontinuierlichen Entwicklung ein. Nach Aussage des Journalisten Joseba Larrañaga liefert das Turnier ein Symbol für den „Triumph eines ehrlichen, arbeitsamen und aufrichtigen Fußballs von Menschen, die es verdienten“. Die Leistung der Spieler trage dazu bei, dass sich die Fans mit dem Sport auch spirituell verbinden.

Glückwunsch der Spanischen Bischofskonferenz

Unmittelbar nach dem Abpfiff in der Nacht auf Montag mitteleuropäischer Zeit reagierte die Spanische Bischofskonferenz mit offiziellen Glückwünschen an die Mannschaft und den Trainerstab. In einer Stellungnahme hieß es: „Es war das Spiel unseres Lebens. Es ist der zweite Stern. Es wird für immer in Erinnerung bleiben. BRAVO SPANIEN!“

Freude in Spanien über den WM-Sieg
Freude in Spanien über den WM-Sieg

Neben dem sportlichen Abschneiden thematisierte die Bischofskonferenz das öffentliche Auftreten von Nationaltrainer Luis de la Fuente. Die Kirchenleitung bezog sich auf frühere Äußerungen des Trainers, wonach ein konsequent gelebter Glaube ihm Sicherheit bei Entscheidungen „im Fußball und im Leben“ gebe. De la Fuente setzt sich laut eigenen Angaben für einen selbstverständlichen Umgang mit religiösen Überzeugungen im öffentlichen Raum ein. Während des Turniers betonte er in Interviews, dass der christliche Glaube ebenso wie andere Weltanschauungen ohne Vorbehalte artikuliert werden solle. Er beobachte eine zunehmende Bereitschaft in der Gesellschaft, offen zum eigenen Glauben zu stehen.

Ein hartes Spiel
Ein hartes Spiel   (AFP or licensors)

Hinweis auf den Glauben

Diese Haltung erfuhr öffentliche Unterstützung von mehreren spanischen Bischöfen. Der Erzbischof von Sevilla, José Ángel Sáiz Meneses, dankte der Auswahl für den Erfolg und verwies darauf, dass der Nationaltrainer sowie mehrere Akteure ihren Glauben „natürlich und ohne Scheu“ lebten. Glückwünsche sowie theologische Bezüge zum Ausgang des Turniers kamen zudem vom Erzbischof von Granada, José María Gil Tamayo, sowie aus der Militärerzdiözese und der Diözese Mondoñedo-Ferrol.

Der zum Spieler des Endspiels gewählte Torschütze Ferran Torres äußerte sich nach dem Finale ebenfalls zu seiner religiösen Überzeugung. Der Angreifer vom FC Barcelona erklärte, der eigene Treffer sei für ihn zweitrangig, im Vordergrund stehe der Titelgewinn für die Menschen in Spanien. Torres dankte Gott für den Rückhalt während der Kritikphasen im Turnierverlauf und merkte an: „Gott gibt die Dinge dem, der sie am meisten verdient.“ Bereits im Vorfeld des Finales hatte der 26-Jährige die Bedeutung eines Kreuzes und einer Marienmedaille als persönliche Orientierungspunkte hervorgehoben.

Trauer bei den argentinischen Spielern
Trauer bei den argentinischen Spielern   (AFP or licensors)

Gebete in Argentinien

Auf Seiten der Verlierer hatte im Vorfeld des sportlichen Großereignisses der Nationalmannschaft die Kirche in Argentinien den Glauben mit der Leidenschaft für den Fußball verbunden. Die Kathedrale der Provinz von San Juan rief für das vergangene Wochenende zu einer besonderen Initiative auf, um die Albiceleste (wie die Nationalmannschaft Argentiniens auch genannt wird) spirituell zu begleiten.

Im Rahmen der verschiedenen Gottesdienste am Samstag und Sonntag beteten die Gemeinde gemeinsam für den Erfolg und das Wohlergehen der Spieler. Das Besondere an dieser Aktion: Alle Kirchgänger und Fußballfans waren ausdrücklich dazu eingeladen worden, im Fantrikot zu erscheinen und Flaggen, Schals oder andere Symbole der Nationalmannschaft mitzubringen. Diese Gegenstände wurden während der Messe im Zuge eines besonderen Segens gesegnet.

Die Verantwortlichen der argentinischen Kirche betonten, dass der Fußball ein verbindendes Element der Gesellschaft ist und man den Wunsch der Menschen, für ihre Mannschaft zu beten, aktiv unterstützen möchte. Alle Bürger wurden eingeladen, ungeachtet des Ausgangs des Spiels, in Gemeinschaft zusammenzukommen und für ein friedliches und erfolgreiches Sportereignis zu bitten.

(cope/kap/diarioelzondasj - mg)

Danke, dass Sie diesen Artikel gelesen haben. Wenn Sie auf dem Laufenden bleiben wollen, können Sie hier unseren Newsletter bestellen..

20. Juli 2026, 10:07