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Archivbild: Fridays for Future Demo in Berlin, 2024 Archivbild: Fridays for Future Demo in Berlin, 2024  

Klimaschutz: Religions for Future fordert schnelle Entscheidung

Angesichts der aktuellen Hitzewelle in Europa hat die Initiative Religions for Future Vienna die Bundesregierung und das Parlament zu entschlosseneren Maßnahmen im Klimaschutz aufgerufen. Die erste extreme Hitzewelle des Sommers 2026 unterstreiche die Dringlichkeit wirksamer Klimapolitik, erklärte die Initiative am Mittwoch.

Die derzeitige Wetterlage mit einem sogenannten „Hitzedom“ über Europa veranschauliche die Folgen der globalen Erhitzung. Das Thema sei zuletzt durch andere Krisen und Katastrophen aus dem Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit geraten, müsse angesichts der aktuellen Entwicklungen aber wieder stärker in den Mittelpunkt rücken. Die globale Erhitzung mache Extremwetterereignisse wie Hitzewellen häufiger und intensiver, so die Initiative.

Klimaschutzgesetz schnell beschließen

Mit Blick auf die Auswirkungen des Klimawandels, darunter Dürren, Trockenheit sowie Gefahren für die Ernährungs- und Trinkwassersicherheit, appellierte „Religions for Future Vienna“ an die Politik, das ausstehende Klimaschutzgesetz möglichst rasch zu beschließen. Dieses solle unter anderem das Ziel der Klimaneutralität bis 2040 gesetzlich verankern sowie verbindliche jährliche Zwischenziele für alle Sektoren und klare Zuständigkeiten von Bund, Ländern und Gemeinden festlegen. Zudem sprach sich die Initiative für Sofortmechanismen und Sanktionen bei Zielverfehlungen sowie für ein unabhängiges wissenschaftliches Monitoring aus.

„Skandal von staatlichen klimaschädlichen fossilen Subventionen in Milliardenhöhe v.a. in den Bereichen Verkehr und Energie“


Darüber hinaus forderte „Religions for Future Vienna“, den „Skandal staatlicher klimaschädlicher fossiler Subventionen in Milliardenhöhe, vor allem in den Bereichen Verkehr und Energie“ zu beenden. Nach Angaben der Initiative belaufen sich diese laut Berechnungen des Wirtschaftsforschungsinstituts (WIFO) auf durchschnittlich 4,1 bis 5,7 Milliarden Euro pro Jahr.

Hintergrund

„Religions for Future Vienna“ ist ein im Mai 2026 gegründeter interreligiöser Verein, der sich aus religiöser Perspektive für Klimaschutz und Nachhaltigkeit einsetzt. Hervorgegangen ist er aus einer seit 2019 bestehenden losen Initiative im Umfeld der Klimabewegung „Fridays for Future“. Nach eigenen Angaben will der Verein gegenüber Religionsgemeinschaften, Politik und Gesellschaft „eine starke Stimme für den Erhalt unserer Lebensgrundlagen“ sein. Zu den Gründungsmitgliedern zählen Vertreter des Christentums, des Buddhismus und der Bahai-Religion.

(kap - sst)

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01. Juli 2026, 16:29